HELIOS Albert-Schweitzer-Klinik Northeim

Tumorchirurgie

Basalzell-Hautkrebs

Der Basalzell-Hautkrebs (Basaliom) ist der häufigste Hauttumor in Mitteleuropa. Er verursacht im Gegensatz zu anderen Hautkrebsformen keine Absiedlungen (Metastasen) in andere Organe. Der Basalzell-Hautkrebs entwickelt sich zu 80 Prozent auf Körperstellen, die in der Regel der Sonneneinstrahlung stark ausgesetzt sind: Nase, Wange, Schläfe, Stirn oder Ohren. Vor allem Menschen mit empfindlicher und heller Haut ab dem 50. Lebensjahr sind betroffen. Diese Krebsform ist eine der häufigsten Krebsarten: auf 1000 Einwohner kommt eine Neuerkrankung.

Die häufigste Ursache für die Entwicklung des Basalzell-Hautkrebses liegt in der chronischen, ungeschützten Sonneneinwirkung, insbesondere beim hellen Hauttyp. Patienten, die auf Grund chronischer Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis mit einer Phototherapie (Bestrahlungstherapie) behandelt wurden, weisen ein erhöhtes Risiko für Basalzell-Hautkrebs auf.

Darüber hinaus gibt es Familien mit gehäuftem Auftreten von Basalzell-Hautkrebs, so dass auch eine erbliche Veranlagung Ursache sein kann.

Im Anfangsstadium ist der Basalzell-Hautkrebs häufig nur als hautfarbenes oder glasiges Knötchen wahrnehmbar, das mit kleinen Äderchen durchsetzt ist. Außerhalb des Gesichts kann diese Krebsform mit dem Erscheinungsbild eines Ekzems mit Rötung und Schuppung verwechselt werden. In einem späteren Stadium wächst dieser Tumor nach innen und zerfällt geschwürartig.

Um den Basalzell-Hautkrebs von Ekzemen oder anderen Hautveränderungen abzugrenzen, kann der Arzt eine Probebiopsie (Gewebe-Entnahme) der Haut vornehmen, die dann Klarheit bringt.

Der Basalzell-Hautkrebs verursacht keine Metastasen in andere Organe, zeichnet sich aber durch ein schnelles Wachstum aus, das Bindegewebe, Knorpel und Knochen zerstören kann. Im Anfangsstadium reicht zumeist eine kleinere ambulante Operation unter örtlicher Betäubung. Im fortgeschrittenen Stadium wird der Tumor möglicherweise in mehreren Operationsschritten entfernt, oft sind plastische Operationen (Hautlappendeckung) notwendig.

Eine Bestrahlungstherapie, lokale Chemotherapie und Kältetherapie mit flüssigem Stickstoff oder Lasertherapie sind ebenfalls möglich.

Die Heilungschancen für diese Krebsform sind gut: Ist der Tumor komplett entfernt, so ist die Erkrankung ausgeheilt. Allerdings bekommt nahezu jeder dritte Betroffene im Laufe seines Lebens einen erneuten Basalzell-Hautkrebs, zumeist an einer anderen Stelle. Es empfiehlt sich daher eine regelmäßige Nachsorge in viertel- bis halbjährlichen Abständen

Eine Vorbeugung gegen Basalzell-Hautkrebs liegt in einem gründlichen Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Schützen Sie Ihre Haut mit entsprechenden Sonnenschutzcremes und Textilien.

 

Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom)

Der schwarze Hautkrebs ist eine der gefährlichsten Krebsarten, denn er löst er relativ früh Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen aus. Glücklicherweise ist dieser Krebs im Vergleich zu anderen Krebsarten eher selten.

Als Risikofaktor gilt vor allem eine zu intensive Sonneneinstrahlung, vor allem in Verbindung mit einer ausgeprägten und häufigen Sonnenbrandreaktion. Der schwarze Hautkrebs entsteht nicht nur an sonnenbeschienenen Stellen, sondern auch an Rücken, Bauch oder Gliedmaßen. Hellhäutige und rothaarige Menschen und Personen mit einer hohen Anzahl an Muttermalen sind vor allem betroffen. Darüber hinaus besteht eine erbliche Veranlagung für das maligne Melanom.

Der schwarze Hautkrebs entsteht zu 50 Prozent auf normaler Haut, zu 30 Prozent auf einem bestehenden Muttermal. Die restlichen Fälle entstehen unter anderem aus einem behaarten, angeborenen Muttermal, das man kongenitales Nävus nennt oder aus Krebsvorstufen.

Der schwarze Hautkrebs geht von den Pigmentzellen der Oberhaut, den Melanozyten, aus. Diese Pigmentzellen entarten und beginnen unkontrolliert zu wuchern. Pigmentzellen wachsen nicht in einem Gewebeverband, sondern können sich relativ frei in der Haut bewegen. Dies erklärt die frühe Tendenz zur Bildung von Absiedlungen (Metastasen).

Der schwarze Hautkrebs entwickelt sich in aufeinanderfolgenden Stadien. Zunächst bildet sich ein kleines, bräunlich-schwarzes Mal, das langsam größer wird. Die Oberfläche verändert sich und wird rötlich-schwarz.

Im späteren Stadium kann die rötlich-schwarze Oberfläche unregelmäßig oder höckerig erscheinen. Die Umrandung ist häufig unscharf und fransig. Der schwarze Hautkrebs kann bei Verletzungen leicht anfangen zu bluten.

Grundsätzlich wird der schwarze Hautkrebs operativ entfernt, in der Regel mit mindestens einem Zentimeter Sicherheitsabstand zur gesunden Umgebung. Wurde eine Tiefenausdehnung von über einem Millimeter festgestellt, so wird der Sicherheitsabstand bis zu drei Zentimetern zu allen Seiten ausgedehnt.

Ist die Tumorerkrankung fortgeschritten, werden unter Umständen die benachbarten Lymphknoten mit entfernt. Wenn sich bereits Metastasen gebildet haben, erfolgt zumeist eine Chemotherapie und/oder eine Strahlentherapie, entfernbare Metastasen werden heute, z. T. auch mehrfach, operativ entfernt.

In einem frühen Stadium ist der schwarze Hautkrebs komplett heilbar. Entscheidend beim schwarzen Hautkrebs ist die frühe Diagnose mit anschließender Behandlung. Nehmen Sie unbedingt die Krebsvorsorge wahr und konsultieren Sie ihren behandelnden Arzt zur Kontrolle der Muttermale an ihrem Körper. Vorbeugend sollten Menschen mit hellem Hauttyp oder einer großen Anzahl von Muttermalen intensive Sonneneinstrahlung meiden. Schützen Sie ihre Haut durch Kleidung oder durch Sonnenschutzcremes mit einem Lichtschutzfaktor sowohl im UV-A- als auch im UV-B-Bereich.

Malignes Melanom

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Dr. med. Jens Kuhlgatz

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