HELIOS Albert-Schweitzer-Klinik Northeim

Proktologie

Hämorrhoidalleiden

Die Region zwischen Mastdarm und Enddarm ist reich an Blutgefäßen, die die Muskulatur dabei unterstützen, den Verschluss des Afters zu garantieren.

Hämorrhoiden sind eine relativ häufige Erkrankung. Die Hälfte aller über 50-Jährigen leidet daran. Die Hauptursache ist chronische Verstopfung und Darmträgheit, verursacht durch ballaststoffarme Ernährung, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, sitzende Tätigkeit, Übergewicht und zu wenig Bewegung. Bindegewebsschwächen und die Neigung zu Krampfadern verstärken das Risiko. Die Darmträgheit führt dazu, dass der Enddarm unterfordert ist, die Darmwand wird zu wenig gedehnt. Die Neigung, intensiver zu pressen, wird dadurch verstärkt, was zu einem erhöhten Druck in den Darmblutgefäßen und zu einer Erweiterung der Blutgefäße führt.

Auch schwangere Frauen leiden häufig an Hämorrhoiden. Hier kommt es durch die hormonelle Umstellung zu einer Bindegewebsauflockerung. Zusätzlich ist der Druck im Bauchraum erhöht.

Die häufigsten Symptome bei Hämorrhoiden sind die Absonderung hellroten Blutes und Juckreiz nach dem Stuhlgang. Weitere Beschwerden können Brennen, Nässen, schleimige Ausscheidung, Stuhlschmieren und Schmerzen sein, eventuell können auch Entzündungen, Ekzeme oder Geschwürbildung hinzukommen.

Wenn Sie Beschwerden wahrnehmen, sollten Sie sich von einem Arzt gründlich untersuchen lassen, um die genaue Ursache zu klären. Der Enddarm wird durch Abtasten mit dem Finger untersucht. Mit Hilfe einer Enddarmspiegelung (Rektoskopie) kann der Analkanal und der unteren Mastdarmabschnitt mit einem kleinen Instrument begutachtet werden. Eine komplette Dickdarmspiegelung (Koloskopie) sollte vor einer Hämorrhoidenoperation durchgeführt werden.

Grundsätzlich steht als Therapie gegen Hämorrhoiden eine ballaststoffreiche Ernährung mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr an erster Stelle. Mit Salben und Zäpfchen kann man entzündungshemmend und schmerzlindernd gegen die Beschwerden der Hämorrhoiden vorgehen.

Die Hämorrhoiden können mit Hilfe einer Spritzentherapie verödet werden , d.h. dass der Wirkstoff für eine Reizung sorgt, die die Gefäße anschließend schrumpfen und vernarben lässt.

Eine weitere Therapieform ist das Abbinden mit kleinen Gummiringen (Ligatur). Das erweiterte Gefäß wird an der Basis umschlungen. Nach einigen Tagen stirbt das Gewebe ab und wird zusammen mit dem Gummiring abgestoßen. Bei fortgeschrittenen Hämorrhoidalleiden stehen heute verschiedene schonende Operationsverfahren zur Verfügung, die zum einen eine schnelle Rekonvaleszenz mit wenig Schmerzen garantieren, zum anderen für einen hervorragenden Funktionserhalt (Feinkontinenz) des Schließmuskelapparates sorgen.

Staplerhämorrhoidopexie nach LONGO

So erreichen Sie uns

Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie
Albert-Schweitzer-Weg 1
37154 Northeim

Dr. med. Jens Kuhlgatz

Chefarzt
Tel.: (05551)97-14 01
Fax.: (05551)97-14 19
E-Mail senden


Über uns