HELIOS Albert-Schweitzer-Klinik Northeim

Kinderchirurgie

Leistenbrüche 

Bei einem Leistenbruch kommt es zu einer Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke in der Bauchdecke. Dabei treten Eingeweideteile durch den so genannten Leistenkanal aus dem Bauchraum aus. Durch den Leistenkanal ziehen beim Mann der Samenstrang und die Blutgefäße zum Hoden, bei der Frau das Mutterband zur Gebärmutter.

Leistenbrüche sind häufig angeboren, die genaue Ursache dafür ist nicht bekannt. Vor allem Kinder, Neugeborene oder junge Menschen (mehr Männer als Frauen) sind davon betroffen. Leistenbrüche können allerdings auch erworben sein und treten dann bei Erwachsenen, auch hier häufiger bei Männern als bei Frauen, auf. Faktoren, die einen Leistenbruch entstehen lassen können, sind Druckerhöhung im Bauchraum durch bspw. Husten, Verstopfung, Schwangerschaft oder beim Heben und Tragen schwerer Lasten. Übergewicht kann ebenfalls ein auslösender Faktor sein, in zunehmendem Alter spielt die sogenannte Gewebedegeneration eine wichtige Rolle.

Der Leistenbruch macht sich durch eine Bruchgeschwulst bemerkbar, so nennt man die Vorwölbung in der Leistengegend. Die Geschwulst wird begleitet von leichten, ziehenden Schmerz in der Bruchregion oder auch Bauchschmerzen. Sind die Eingeweide eingeklemmt, treten starke Schmerzen und Erbrechen auf. Bei Kindern tritt eine sichtbare Schwellung im Bereich der Leiste und oder des Hodensacks auf.

Ob es sich um einen Leistenbruch handelt, stellt der Arzt durch Abtasten der Bauchwand und Leistenregion fest. Er stellt fest, ob der Bruchinhalt in den Bauchraum zurückgedrängt werden kann. Eine Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) kann die Diagnose unterstützen.

Jeder Leistenbruch sollte operiert werden, damit Beschwerden beseitigt und Komplikationen vermieden werden.

Bei Kindern wird auf die Einpflanzung (Implantation) von Fremdmaterial verzichtet. Hier wird der Bruchsack abgetragen und ggf. die Lücke in der Bauchwand verschlossen. Die Haut wird schonend verschlossen, so kann auf eine Fadenentfernung verzichtet werden und es entstehen feine Narben, die später kaum sichtbar sind.

Die Eingriffe können meist ambulant in dem sehr angenehmen Umfeld unseres Ambulanten Operationszentrums (AOPZ) durchgeführt werden.

So erreichen Sie uns

Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie
Albert-Schweitzer-Weg 1
37154 Northeim

Dr. med. Jens Kuhlgatz

Chefarzt
Tel.: (05551)97-14 01
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