HELIOS Albert-Schweitzer-Klinik Northeim

Kinderchirurgie

Blinddarmentzündung

Behandlung der Blinddarmentzündung Bei der Blinddarmentzündung (Appendizitis) ist der sogenannte Wurmfortsatz entzündet, der sich am Beginn des Dickdarms in der Nähe der Dünndarm-Einmündung befindet.

Häufig ist die Ursache für eine Blinddarmentzündung eine Kotstauung oder ein Knick im Wurmfortsatz, manchmal lösen auch Fremdkörper, Tumoren oder Wurmerkrankungen eine Entzündung aus. Oft lässt sich auch eine eigentliche Ursache nicht feststellen.

Zu Beginn der Erkrankung treten Schmerzen im Bereich des Bauchnabels oder der oberen Bauchhälfte auf. Später verursacht sie Schmerzen im unteren Teil der rechten Bauchhälfte und verstärken sich vor allem beim Gehen. Es kommt zu Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Die Körpertemperatur ist häufig erhöht. Dieses sind typische Symptome, die jedoch oft fehlen können, auch die sogenannten „Entzündungszeichen“ in den Laborwerten können völlig fehlen. Somit stellt nach wie vor die Diagnosestellung der akuten Appendizitis (Blinddarmentzündung) höchste Ansprüche an die behandelnden Ärzte und insbesondere Chirurgen, welches sich auch heute durch die zur Verfügung stehenden modernen Diagnostikverfahren, wie Ultraschall oder Computertomographie, nicht wesentlich geändert hat. In Zweifelsfällen erfolgt immer eine stationäre Beobachtung der Patienten, so dass ggf. schnell die notwendige Operation durchgeführt werden kann. Insbesondere bei Kindern und bei älteren Erwachsenen kann das Krankheitsbild der akuten Appendizitis sehr untypische Verläufe nehmen.

Zur Diagnosestellung werden Art und Dauer der Beschwerden festgehalten, Temperatur gemessen und eine Blutprobe entnommen, um Hinweise für eine Entzündung zu erhalten. Bei der Abtastung des Bauchs geben typische Schmerzpunkte, sowie eine typische Symptomen-Konstellation Hinweise auf eine Blinddarmentzündung. Zusätzlich wird bei unklaren Befunden der Urin untersucht, um Erkrankungen von Nieren und Harnwegen auszuschließen.

Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist eine Schwangerschaft auszuschließen, ggf. erfolgt eine gynäkologische Untersuchung.

Der Blinddarm wird unter Vollnarkose entfernt. In den meisten Fällen kann die Entfernung des Blinddarmes (Wurmfortsatz) heute in minimal invasiv chirurgischer Technik vorgenommen werden, die operative Vorgehensweise wird vom Operateur individuell festgelegt. Bei ausgeprägten Krankheitsbefunden (Bauchfellentzündung) ist es in wenigen Fällen notwendig, den Bauchraum großzügiger zu eröffnen (Mittelschnitt), um eine sichere operative Therapie durchführen zu können. Die typische Schnittführung für die Entfernung des Wurmfortsatzes ist der kleine Schnitt im rechten Unterbauch.

Bei ausgeprägten entzündlichen Befunden, mit einer begleitenden Bauchfellentzündung, ist zusätzlich zur operativen Therapie eine weiterführende Behandlung mit Antibiotika notwendig. In einigen Fällen ist das Einbringen von sogenannten Drainagen (Schläuchen) in den Bauchraum notwendig, um Wundsekrete abzuleiten.

Eine Blinddarmentzündung kann sich auch auf umgebendes Gewebe ausbreiten, wodurch sich ein Abszess bilden kann oder Eiteransammlungen in der Bauchhöhle entstehen können. Auch nach der Entfernung des erkrankten Blinddarmes kann es, in seltenen Fällen, zu erneuten Eiteransammlungen kommen, hier ist ggf. eine erneute Operation notwendig. Mit Unterstützung des Ultraschalls oder der Computertomographie können heute von außen, in örtlicher Betäubung, für die Therapie dieser Befunde kleine Schläuche (Drainagen) eingebracht werden, um einen solchen Befund auszuheilen.

Damit können gegebenenfalls erneute Operationen vermieden werden.

So erreichen Sie uns

Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie
Albert-Schweitzer-Weg 1
37154 Northeim

Dr. med. Jens Kuhlgatz

Chefarzt
Tel.: (05551)97-14 01
Fax.: (05551)97-14 19
E-Mail senden


Über uns