HELIOS Albert-Schweitzer-Klinik Northeim

Minimal-Invasive Chirurgie

Operative Therapie der gutartigen Schilddrüsenerkrankungen

Jodmangel ist in Deutschland die Hauptursache für die Entstehung einer gutartigen Schilddrüsenvergrößerung (Struma). Hierbei werden knotige Veränderungen von diffusen Vergrößerungen unterschieden, des Weiteren unterscheidet man Veränderungen nach der Funktionslage der Schilddrüse. Neben der Normalfunktion kann es zu einer Über- oder Unterfunktion kommen. Bei den Knoten werden sogenannte „heiße“ Knoten und „kalte“ Knoten unterschieden.

Die „heißen“ Knoten produzieren Schilddrüsenhormon, so dass es zu einer unregulierten Schilddrüsenüberfunktion kommen kann. In den „kalten“ Knoten können sich bösartige Tumoren unter Umständen entwickeln.

Vor einer SD-Operation wird genau geprüft, ob bei „heißen“ Knoten evt. auch eine Strahlentherapie, durch mit radioaktiven Substanzen markiertes Jod (Radiojodtherapie), in Frage kommt.

Die Schilddrüse besteht aus zwei SD-Lappen, ähnlich wie ein Schmetterling, die vor der Luftröhre miteinander verbunden sind. Bei der Operation werden heute funktionserhaltende Operationsverfahren favorisiert, d. h. je nach individueller Erkrankung und Situation werden möglichst alle knotenfreie und funktionstüchtige Areale des Schilddrüsengewebes erhalten. Oft ist aber die komplette Entfernung eines SD-Lappen, oder auch nahezu beider SD-Lappen notwendig.

Bei der Operation werden heute sehr sichere und schonende Operationstechniken eingesetzt, dieses insbesondere zur Schonung der Stimmbandnerven, um eine Heiserkeit nach der Operation möglichst zu vermeiden. Die Raten der nach der Operation auf Dauer verbleibenden Heiserkeiten liegen heute um 0,5%, d.h., dass diese Operation sehr sicher für die Patienten durchgeführt werden kann. Während der Operation werden die Stimmbandnerven ganz sorgfältig aufgesucht und geschont, die Funktion der Stimmbandnerven wird während der Operation mit bestimmten Messmethoden (Neuromonitoring) kontrolliert.

Vor einer SD-Operation sind einige Untersuchungen notwendig, u. a. die Bestimmung der speziellen SD-Laborwerte, eine Ultraschalluntersuchung, in bestimmten Fällen eine sogenannte SD-Szintigraphie. Vor und nach der Operation wird die Stimmbandfunktion durch eine HNO-ärztliche Überprüfung kontrolliert.

Nach der Operation wird festgelegt, ob eine Medikamenteneinnahme auf Dauer notwendig ist. Dabei handelt es sich um Jodid und Schilddrüsenhormon.

Auch in der Schilddrüsenchirurgie hat in speziellen Fällen die Minimal-Invasive-Chirurgie (Schlüssellochchirurgie) Einzug gehalten, dieses führt insbesondere zu noch weiter verbesserten kosmetischen Ergebnissen.

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Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie
Albert-Schweitzer-Weg 1
37154 Northeim

Dr. med. Jens Kuhlgatz

Chefarzt
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