HELIOS Kliniken Mittelweser

Herzschrittmacher, ICD, CRT

Es werden pro Jahr 200 Herzschrittmacher, 50 ICD und 25 CRT-D-Systeme implantiert sowie die Nachsorge und Programmierung nach Implantation durchgeführt.

 

 

Herzschrittmacher

Der Herzschrittmacher wird bei Herzrythmusstörungen implantiert, die einen zu langsamen Herzschlag oder lange Herzschlagpausen mit Schwindel oder sogar Ohnmacht verursachen. Der Herzschrittmacher überwacht den Herzrhythmus und korrigiert zu langsamen Herzschlag oder Herzschlagpausen durch einen nicht spürbaren elektrischen Impuls, mit dem der Herzmuskel zum Pumpen angeregt wird. Die Kontrolle des Herzschlages und die Abgabe des elektrischen Impulses erfolgt über eine oder zwei Elektroden, die im Herzen verankert werden.


Die Implantation erfolgt durch einen Hautschnitt unterhalb des Schlüsselbeines in örtlicher Betäubung. Die Elektroden werden über die dort laufenden Venen mit dem Blutstrom zum Herzen vorgeführt und verankert. Das Herzschrittmacheraggregat wird unter die Haut implantiert.

 

 

ICD (implantierter Cardioverter/Defibrillator)

Im Gegensatz zum Herzschrittmacher behandelt der ICD Herzrhythmusstörungen mit zu schneller Herzschlagfolge die zu einem Kreislaufzusammenbruch führen können. Diese Rhythmusstörungen werden durch Überstimulation oder bei Lebensgefahr durch einen elektrischen Impuls beendet. Die Therapie ist somit lebensrettend. Jeder ICD verfügt darüber hinaus über eine Herzschrittmacherfunktion.


Die Implantation erfolgt wie beim Herzschrittmacher unter örtlicher Betäubung. Auch hier werden die Elektroden über den Venen zum Herzen vorgeführt. Das Aggregat ist größer als ein herkömmlicher Herzschrittmacher, wird aber ebenfalls unter die Haut implantiert.

 

 

CRT-D (cardiale Resynchronisationstherapie-Defibrillator)

Das CRT-D-System ist ein spezieller ICD mit einer Elektrode für die Stimulation der linken Herzkammer. Diese Geräte behandeln nicht nur lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen sondern sorgen durch eine gleichzeitige Reizung beider Herzkammern für eine zeitgleiche Kontraktion. Bei Patienten mit Herzschwäche und einem Linksschenkelblock kann die Pumpleistung des Herzens so erhalten oder sogar verbessert werden.


Die Implantation erfolgt auch hier in örtlicher Betäubung und ist mit dem Ablauf der ICD-Implantation identisch. Durch die zusätzlich zu implantierende Elektrode für die linke Herzkammer ist die Prozedur jedoch zeitaufwendiger. Auch diese Elektrode wird über die Venen unterhalb des Schlüsselbeins vorgebracht, muss aber mit Hilfe eines speziellen Katheters in einer Herzvene, die hinter der linken Herzkammer verläuft, platziert werden.

 

 

Eventrecorder

Ein Eventrecorder überwacht andauernd den Herzrhythmus und speichert abnorme Herzrhythmen. Ein Eventrecorder ist zum Beispiel dann angezeigt, wenn es zu wiederholten Ohnmachten ohne schlüssige Erklärung kommt. Eventrecorder sind passiv, d.h. sie können nur aufzeichnen, aber keine Therapien abgeben und somit auch nicht vor Ohnmachten schützen.


Die Implantation des Eventrecorders erfolgt unter örtlicher Betäubung. Das Gerät hat in etwa die Größe eines Einwegfeuerzeugs. Nach kleinem Hautschnitt wird der Eventrecorder so unter der Haut implantiert, dass er schräg über dem Herzen zu liegen kommt. Hier kann das Gerät das EKG am besten aufzeichnen. Regelhaft werden die Geräte wieder explantiert, wenn Rhythmusstörungen erkannt wurden oder spätestens nach einem, manchmal auch nach zwei Jahren. Es verbleibt eine kleine, ca. 2cm lange Narbe.

 

 



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