HELIOS Klinikum München West

Der richtige Schulranzen für einen gesunden Rücken

Priv.-Doz. Dr. Andreas Lenich gibt Tipps, worauf Eltern beim Schulranzen achten sollten (Foto: HELIOS Klinikum München West/Steffen Leiprecht)



In gut zwei Wochen geht für viele Münchner Kinder die Schule wieder los. Um Bücher, Hefte, Pausenbrot und Co. ordentlich zu transportieren, gehört ein Schulranzen zum wichtigsten Begleiter auf dem Weg zur Schule. Oft birgt dieser jedoch Gefahren für die junge Muskulatur. Viele Schulkinder klagen über Rückenleiden, fast die Hälfte hat eine Haltungsschwäche. Ursache dafür kann ein falscher Ranzen sein. Privatdozent  Dr. Andreas Lenich (Foto links), Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie am Helios Klinikum München West, weiß, worauf Eltern achten sollten.

Wirbelsäule entlasten

„Rückenschmerzen und Haltungsschwächen bei Kindern können vorgebeugt werden. Wichtig ist dabei nicht nur der richtige Schulranzen, sondern vor allem auch, dass er richtig getragen wird“, sagt Lenich. Die Knochenstruktur von Kindern ist weicher als die von Erwachsenen. Schwere Lasten führen zu Stauchungen der Wirbelsäule und verursachen Fehlstellungen: „Im schlimmsten Fall drohen Verformungen wie Rundrücken oder Wirbelsäulenverkrümmungen. Anhaltende Rückenschmerzen im Kindesalter sind ein Warnsignal. Die Ursachen sollten deshalb immer von einem Orthopäden abgeklärt werden“, empfiehlt der Rückenexperte.

Nicht zu schwer beladen

Für den täglichen Weg in die Schule sollten die ABC-Schützen nicht mehr Bücher und Schulbedarf mitnehmen, als wirklich nötig: „Kinder sollten nicht mehr als zehn Prozent ihres Körpergewichts auf dem Rücken tragen. Bei einer höheren Belastung können Haltungsschäden auftreten, die zu Rückenschmerzen führen“, betont der Orthopäde. Am besten packen Eltern am Vorabend gemeinsam mit ihren Kindern den Ranzen und sorgen dafür, dass wirklich nur das verstaut wird, was für den Unterricht nötig ist.

Stabilität für den Rücken

Für einen gesunden Kinderrücken ist zudem der richtige Sitz des Ranzens entscheidend: „Der Schwerpunkt sollte möglichst nah am Körper liegen und der Schulranzen über beide Schulterblätter getragen werden, um eine einseitige Belastung zu vermeiden“, erklärt Lenich. Die nötige Stabilität für den Rücken bietet etwa ein anatomisch geformter Auflagebereich mit weichen Polsterungen.

Schwungvolles Aufsetzen vermeiden

Auch das Aufsetzen können Eltern mit ihren Kindern üben, um zu vermeiden, dass sie sich dabei verheben: „Besonders ergonomisch ist es, den Schulranzen aus den gebeugten Knien mit geradem Rücken anzuheben und beispielsweise auf einen Tisch zu stellen. Dann kann rückenschonend in die Trageriemen geschlupft werden“, sagt der Chefarzt.

Sieben Tipps für den richtigen Schulranzen

  1. Auf Größe und Gewicht des Ranzens achten
  2. Der Schulranzen sollte eng am Körper anliegen, nicht über die Schultern des Kindes hinausragen und mit seiner Oberkante am Nackenansatz abschließen
  3. Den Schulranzen am besten stets auf dem Rücken auf beiden Schultern tragen
  4. Die Trägerriemen sollten ausreichend breit (mindestens fünf Zentimeter), gut gepolstert und immer symmetrisch eingestellt sein
  5. Bei Schul-Rucksäcken ist ein zusätzlicher Beckengurt sinnvoll zur Stabilisierung und Krafteinleitung auf das Becken
  6. Schwere Sachen wie etwa Bücher immer in ein Fach möglichst nah am Rücken platzieren
  7. Nur die Schulsachen einpacken, die das Kind an dem Tag wirklich braucht


Das HELIOS Klinikum München West ist ein moderner Schwerpunktversorger mit 400 Betten im Stadtteil Pasing und akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München. Mit einer zentralen Notaufnahme sowie 16 weiteren Fachabteilungen und Sektionen bietet es eine umfassende Versorgung auf Universitätsniveau – unter anderem in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, HNO, Orthopädie, Gynäkologie und Geriatrie. Jedes Jahr vertrauen etwa 20.000 stationäre sowie weitere 26.000 ambulante Patienten der Erfahrung und Expertise der insgesamt rund 950 Beschäftigten. Neben der medizinischen und pflegerischen Qualität schätzen sie insbesondere die kurzen Wege sowie die persönliche, familiäre Atmosphäre.

HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr  als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.

In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

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