die Schulter und die Hüfte sind mit die wichtigsten Gelenke des menschlichen Körpers, da sie die Dreh- und Angelpunkte zwischen dem Korpus und den Extremitäten sind.
Das Schultergelenk ist das komplizierteste Gelenk des menschlichen Körpers. Seine spezielle Konstruktionsweise ermöglicht es, ein Maximum an Mobilität mit einer gerade noch ausreichenden Stabilität zu kombinieren. Allerdings neigt dieses komplizierte Bausystem sowohl zu traumatischen Verletzungen als auch zu degenerativen Verschleißerscheinungen.
Das Hüftgelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers, und durch verschiedenste Muskeln und Sehnenplatten eigentlich sehr gut geschützt. Dennoch gehören Verschleißerscheinungen an Hüftgelenken heute zu den häufigsten degenerativen Erkrankungen überhaupt: In Deutschland erkranken jährlich etwa 100 000 Menschen an einer Hüftgelenksarthrose. Auch wenn davon mehr Ältere als Jüngere betroffen sind, handelt es sich nicht um eine reine Erkrankung des älteren Menschen. Neben dem Alter gibt es eine Reihe weiterer Risikofaktoren. Dazu zählen ungesunde Lebensgewohnheiten wie regelmäßige schwere körperliche Arbeit oder belastende Sportarten.
Die Gelenkchirurgie erfuhr in den frühen 90er Jahren angesichts innovativer arthroskopischer Operationstechniken eine revolutionäre Entwicklung. Durch die Arthroskopie gelang es, früher nicht bekannte Verletzungsmuster zu beobachten, zu klassifizieren und einer mittlerweile minimal-invasiven Behandlung zuzuführen.
Insbesondere im Vergleich zu der als etabliert geltenden Kniearthroskopie stellen die schulterrekonstruierenden und -arthroskopischen Eingriffe heute noch eine besondere Herausforderung dar und sind nur wenigen State-of-the-Art-Zentren professionell vorbehalten.
Seit 1987 beschäftige ich mich mit Schultererkrankungen und -verletzungen und kann mit meinem Team auf weit über 25.000 arthroskopische und rekonstruierende Schultereingriffe zurückblicken. Mit Ausnahme komplexer Revisionseingriffe und schulterendoprothetischer Rekonstruktionen lassen sich heute fast alle Schulterprobleme minimal-invasiv, d. h. arthroskopisch durchführen.
Wir legen Wert auf eine internationale Standards bei den Behandlungsmethode und der technischen Ausrüstung. Erst die Respektierung und kostenintensive Realisierung derartiger Standards ist Voraussetzung für gute und verlässliche Ergebnisse sowie für die Vermeidung von Komplikationen. Viel mehr als bei anderen gelenkchirurgischen Eingriffen muss gerade im Bereich der Schulter- und Hüftchirurgie vor allem der kompetenten physiotherapeutischen Nachbehandlung sowie dem anspruchsvollen Management von Operation, Physiotherapie und ggf. sportartspezifischem Training durch den behandelnden Spezialisten Rechnung getragen werden. Durch dieses arrangierte und kontrollierte Miteinander ermöglichen wir ein optimales Ergebnis.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Michael Lehmann
Seit gut 20 Jahren ist Herr Dr. Lehmann spezialisiert auf die minimal-invasive Chirurgie. Bis heute hat er rund 8.000 Schulteroperationen – mehrheitlich minimal-invasiv – durchgeführt. Total-endoprothetische Rekonstruktionen und Revisionseingriffe nach multiplen Voroperationen ergänzen sein globales Spektrum. Vor 6 Jahren führte er als einer der ersten Ärzte in Deutschland die Hüftarthroskopie als innovative und rekonstruktive Therapieoption ein. Heute widmet er sich insbesondere der Betreuung und Behandlung von Leistungs- und Hochleistungssportlern sowie der Weiterentwicklung innovativer Konzepte zur konservativen und operativen Behandlung von Schulter- und Hüftgelenkserkrankungen und -verletzungen.