Bei der Bauchspiegelung wird ein nur ca. 1cm langen Schnitt im unteren Bauchnabelbereich gesetzt. Durch diesen wird ein optisches Rohr in die Bauchhöhle vorgeschoben. Jetzt kann man sich das innere Genitale (Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter), Dünn- und Dickdarm mit Wurmfortsatz („Blinddarm“), Leber und Gallenblase auf dem Videobildschirm ansehen und ggf. krankhafte Veränderungen erkennen.
Der Eingriff wird einerseits als diagnostische Methode, z.B. zur Abklärung unklarer Bauchschmerzen oder ungewollter Kinderlosigkeit eingesetzt. Finden sich als Ursache Verwachsungen oder Endometrioseherde (Wucherungen von Gebärmutterschleimhaut in der Bauchhöhle), können diese gleich beseitigt werden.
Sind bereits vor der Operation durch die Ultraschalluntersuchung Eierstockszysten oder Myome (gutartige Muskelgeschwülste) bekannt, können wir diese ebenfalls gut durch eine Bauchspiegelung entfernen. In ausgewählten Fällen ist auch eine Entfernung der gesamten Gebärmutter oder des Gebärmutterkörpers sinnvoll.