HELIOS Klinikum Meiningen

Prostatakarzinomzentrum

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Es ist bei Männern zudem die dritthäufigste Todesursache.

 

Im landesweiten Vergleich liegt der Landkreis Schmalkalden-Meiningen bei den Neuerkrankungen an zweiter Stelle hinter Erfurt. Deutschlandweit erkranken jährlich etwa 58.000 Männer an einem Prostatakarzinom.

 

Risikofaktoren

  • Erkrankung des Vaters, eines Onkels oder eines Bruders
  • Kalorienreiche, ballaststoffarme Ernährung

Früherkennung und Vorsorge

Wer sollte zur Vorsorge?

Jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr beim niedergelassenen Urologen

 

Was gehört zur Vorsorge?

  • Körperliche Untersuchung und Abtasten der Prostata
  • Ultraschalluntersuchung
  • Bestimmung des PSA-Werts im Blut

 

Bei Auffälligkeiten oder Verdacht

  • Wiederholung der PSA-Bestimmung
  • Ultraschall vom Enddarm aus (TRUS)
  • Probenentnahme aus der Prostata (Biopsie)

 

Unauffälliger Befund

  • Kontrolle des PSA-Werts nach etwa sechs Wochen
  • Gegebenenfalls erneute Probenentnahme

 

Nachweis Karzinom

  • Untersuchung der Knochen (Knochenszintigramm)
  • Gegebenenfalls weitere radiologische Untersuchung (MRT, CT)

 

Therapie

  • Bei Nachweis eines Prostatakarzinoms werden die Befunde und die geplante Vorgehensweise interdisziplinär durch Spezialisten besprochen und es wird ein Behandlungskonzept anhand wissenschaftlicher Leitlinien (Leitlinien der EAU - European Association of Urology) erstellt.
  • Dieses Konzept wird dann im persönlichen Gespräch mit dem Patienten vorgestellt. Gemeinsam erfölgt die Festlegung der Therapie.

 

Therapieoptionen

  • Operative Entfernung der Prostata
  • Bestrahlung
  • Hormontherapie
  • Verzögerter Therapiebeginn
  • Nach Abschluss der Therapie wird der Patient in der interdisziplinären posttherapeutischen Konferenz vorgestellt.

 

Nachsorge

Die Nachsorge erfolgt in der Regel in der urologischen Praxis und besteht aus:

  • Regelmäßige Laborwertkontrolle (PSA)
  • Körperlicher Untersuchung
  • Ultraschallkontrolle
  • Bei Auffälligkeiten weitere Abklärung (z.B. Knochenszintigramm, CT, MRT)

 

In Abhängigkeit von den erhobenen Befunden

Wiedervorstellung des Patienten im Karzinom-Zentrum und erneutes Expertengespräch zum Anpassen des Behandlungskonzepts. Dabei stehen unter anderem zur Auswahl:

  • Bestrahlung
  • Hormontherapie
  • Chemotherapie

 

Natürlich kann in allen Phasen der Behandlung auch auf unterstützende Maßnahmen anderer Fachbereiche zugegriffen werden (z. B. Psychoonkologische Behandlung, Schmerztherapie, Physiotherapie)

So erreichen Sie uns

HELIOS Klinikum Meiningen
Prostatakarzinomzentrum

Bergstraße 3
98617 Meiningen

Telefon: (03693) 90-10 85

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