HELIOS Klinikum Meiningen

Ultraschallverfahren

Ein Spezialgebiet unserer Klinik sind Ultraschallverfahren. Dabei erfolgen Untersuchungen mit modernster Ultraschalltechnik, die auch eine Kontrastverstärkung ermöglicht. Dies wird in unserer Klinik von Außen, aber auch mit Hilfe endoskopischer Geräte durchgeführt, wobei sowohl diagnostische (Minisonden-Endosonographie, radiale Endosonographie) als auch therapeutische (longitudinale Endosonographie, Zystendrainagen, Nekrosektomien bei Pankreatitis) Eingriffe erfolgen.

 

Die Ultraschalluntersuchungen erfolgen an zwei Geräten, die gleichzeitig eine Blutflussdarstellung ermöglichen. Hiermit können nebenwirkungsfrei und gefahrlos wichtige Informationen aus dem Bauchraum, dem Brustbereich und dem Hals gesammelt werden.

 

Ein Ultraschallgerät entspricht der neuesten Generation dieser Geräte und ermöglicht den zusätzlichen Einsatz von Ultraschallkontrastmittel. Damit können zum Beispiel unklare Leberläsionen genauer eingeschätzt und gezielt untersucht werden. Moderne Ultraschallgeräte können in ihrer Aussage dabei heutzutage bereits Kernspinntomogramm- oder CT- Untersuchungen ergänzen oder übertreffen.

 

Der Einsatz von Ultraschallkontrastmittel ist unproblematisch und es bestehen keine Bedenken bei Nierenvorschädigungen oder Schilddrüsenüberfunktionen. Bei Patienten mit schweren Herz- oder Lungenerkrankungen verzichten wir aber auf den Einsatz von Ultraschallkontrastmitteln.

 

Endoskopischer Ultraschall

Ultraschallsonden sind heutzutage so klein, dass sie wie bei einer Magen-Darmspiegelung in das Körperinnere transportiert werden können. Der Vorteil dieser Methode besteht in der hohen Aussagekraft (Bildauflösung), wenn man Strukturen in unmittelbarer Nähe zur Ultraschallsonde untersucht.

 

Eine Besonderheit unseres Klinikums besteht in der Möglichkeit, den inneren Ultraschall mit einer Kontrastmittelverstärkung durchzuführen. Dies erweitert die diagnostische Aussage insbesondere bei Patienten mit chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Verdacht auf  einen Bauchspeicheldrüsentumor. Die Möglichkeit einer simultanen Gewebshärtemessung erweitert dabei die Aussage dieser neuen Methode noch mehr.

 

Die Endosonographie kann heute aber auch als sichere Methode betrachtet werden, die die Endoskopie über natürliche Körperhöhlen hinaus ermöglicht. Dabei kann Gewebe zur Diagnostik entnommen werden, aber auch gezielt eine Öffnung in Magen oder Darm geschaffen werden, um hinter dem Magen gelegenes abgestorbenes Gewebe oder Eiter ohne Operation zu beseitigen.

 

ERCP

Die Möglichkeit über Sonden mit einem Endoskop die Gallenwege oder die Bauchspeicheldrüse zu erreichen, gibt es in der Medizin bereits länger. Trotzdem haben sich diese Methoden stark weiterentwickelt. Heute kann man nicht nur Steine aus den Gallenwegen entfernen, sondern Engstellen mit Prothesen überbrücken oder mit einem zweiten Miniendoskop die Gallenwege oder den Bauchspeicheldrüsengang selbst spiegeln. In schwierigen Fällen ist man in der Lage, die Gallenwege über eine Punktion von außen zu erreichen oder diese Methode mit der inneren Spiegelung zu verbinden. Sollten hartnäckige Steine in den Gallenwegen sitzen, kann man diese mit mechanischen Steinzertrümmerern oder Laserzertrümmerern zerkleinern, um sie dann zu beseitigen.

 

Dünndarmuntersuchungen

Mittlerweile besteht auch die Möglichkeit, den bisher nur sehr schlecht untersuchbaren Dünndarm zu spiegeln und mit einem Endoskop zu therapieren. Hierbei steht zur Untersuchung eine Kapselkamera zur Verfügung, die den Dünndarm zur Darstellung bringt. Sollte die Notwendigkeit einer Manipulation im Dünndarm gegeben sein, kann der Dünndarm auch direkt mit einem sogenannten Doppelballonenteroskop untersucht werden.

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