HELIOS Klinikum Meiningen

Endoskopie

Untersuchung des Dickdarms mit dem Endoskop

Die Darmspiegelung ermöglicht es, den Dickdarm bis zum Übergang in den Dünndarm zu untersuchen. Dabei führt der Arzt ein biegsames optisches Instrument (Endoskop) durch den After in den Darm ein.

 

Probenentnahme

Bei der Darmspiegelung können krankhafte Veränderungen im Darm erkannt werden, wie zum Beispiel Entzündungen oder Polypen. Zur Sicherung der Diagnose werden Proben mit einer winzigen Zange entnommen (Biopsie) und mikroskopisch untersucht.

 

Polypen

Polypen sind meist gutartige Wucherungen, die vor allem bei älteren Menschen häufig vorkommen. Allerdings können sich Polypen zu bösartigen Tumoren entwickeln. In fast allen Fällen handelt es sich bei Darmpolypen um sogenannte Adenome. Diese Wucherungen sind an sich gutartig. Während sie wachsen, können sie sich aber zu Darmkrebs entwickeln. Je größer sie werden, desto mehr nimmt die Gefahr der Zellentartung zu: Wenn ihre Größe einen Zentimeter umfasst, beträgt das Risiko, dass bereits Krebszellen vorliegen, rund ein Prozent; bei einer Polypengröße von vier Zentimetern schon etwa 20 Prozent. Deshalb ist es sinnvoll, Polypen frühzeitig zu erkennen und zu entfernen. Symptome sind Stuhlunregelmäßigkeiten oder Blut im Stuhl, was bei der gängigen Krebsvorsorge festgestellt werden kann.

 

Vorbeugung von Krebs durch Polypektomie

Auch die Entfernung von Polypen (Polypektomie) ist bei einer Darmspiegelung möglich. Hierzu wird der Polyp mit einer Drahtschlinge umfasst, durch Stromzufuhr abgetrennt und durch das Endoskop entfernt. Durch dieses schmerzlose Verfahren kann Krebs vorgebeugt und dem Patienten häufig eine Bauchoperation erspart werden.

 

Ist die endoskopische Entfernung von Polypen gefährlich?

In der Hand eines erfahrenen Arztes ist die Polypektomie während einer Darmspiegelung eine risikoarme Behandlungsmethode. Jedoch können Komplikationen auftreten, insbesondere durch Blutungen an der Stelle, wo der Polyp entfernt wurde. Auch eine Verletzung der Darmwand ist möglich. Nach komplizierten Eingriffen bleibt der Patient zur Sicherheit einen Tag unter Beobachtung im Krankenhaus.

 

Warum entstehen Polypen?

Ungefähr zehn Prozent der Bevölkerung haben Polypen im Darm. Dabei spielen die Gene eine Rolle, denn es gibt Veranlagungen für Darmpolypen. Betroffenen haben dann auch ein erhöhtes, familiäres Darmkrebsrisiko. Auch mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, einen Darmpolypen zu haben. Jeder Fünfte, der über 60 Jahre alt ist, hat Polypen im Darm. Eine Lebens- und Ernährungsweise mit fett- und zuckerreicher Kost, Alkohol und Rauchen begünstigt die Entstehung von Darmpolypen ebenfalls.

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