HELIOS Klinikum Meiningen

Gesundheitstipp der Woche - Teil 37: Prüfen – Rufen – Drücken: Erste Hilfe bei Herzstillstand

Ein plötzlicher Herzstillstand trifft längst nicht nur ältere Menschen. Jedes Jahr sterben in Deutschland nach Angaben des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung 65.000 Personen daran. Rund ein Drittel der Betroffenen ist jünger als 65 Jahre. „Ein Herzstillstand ist immer eine lebensbedrohliche Situation, in der schnelle Hilfe gefragt ist“, erklärt Dr. med. Sorina Friedrich, Chefärztin der Zentralen Notaufnahme des Helios Klinikums Meiningen. „Mit einer sofort durchgeführten Laienreanimation kann jeder Mensch zum Lebensretter werden“, so Dr. Friedrich weiter.

 

Viele haben jedoch Angst, etwas falsch zu machen oder fühlen sich unsicher. „Ich verstehe die Bedenken und Ängste“, räumt die Medizinerin ein. „Maßnahmen wie die zurzeit bundesweit laufende „Woche der Wiederbelebung“ wollen mit Weiterbildungsmöglichkeiten und der simplen Botschaft Sie können bei der Laienreanimation nichts falsch machen eben diese Sorgen nehmen.“

 

Im Falle einer Reanimation sind drei Dinge wichtig: Prüfen – Rufen – Drücken.

 

  1. Prüfen

Wenn Sie eine bewusstlose Person finden, sprechen Sie diese klar und deutlich an, etwa mit „Hallo, hören Sie mich?“. Schütteln Sie die Person an den Schultern. Reagiert diese nicht, prüfen Sie die Atmung. Atmet die Person nicht oder nicht normal?

 

  1. Rufen

In diesem Fall wählen Sie die 112 oder bitten eine anwesende Person dies zu übernehmen.

 

  1. Drücken

Beginnen Sie sofort mit der Herzdruckmassage. Dazu machen Sie den Brustkorb frei, legen den Ballen Ihrer Hand auf die Mitte der Brust und den Ballen Ihrer anderen Hand darüber.

Verschränken Sie die Finger und halten die Arme gerade. Gehen Sie senkrecht mit den Schultern über den Druckpunkt. So können Sie genügend Kraft ausüben. Drücken Sie 100 bis 120 Mal pro Minute das Brustbein 5-6 cm nach unten. Führen Sie die Wiederbelebungsmaßnahme solange durch, bis Hilfe eintrifft. Helfer mit entsprechender Schulung führen zudem die Mund-zu-Mund-Beatmung im Verhältnis von 30 Herzdruckmassagen zu zwei Beatmungen durch.




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