HELIOS Klinikum Meiningen

Gesundheitstipp der Woche - Teil 36: Krebs vorbeugen – geht das überhaupt?

Können wir uns aktiv vor Krebs schützen? Und senken wir unser Risiko, wenn wir uns gesund ernähren, Sport treiben, nicht rauchen und trinken? Oder kann es doch jeden treffen? „Wir wissen heute: Es gibt Krebsarten, die ohne nachweisbare äußere Einflüsse entstehen und vor denen wir uns kaum aktiv schützen können", erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Yves Dittmar, Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie im Helios Klinikum Meiningen. „Ausgelöst wird der Krebs in diesen Fällen durch zufällige genetische Fehler bei der Zellteilung", so der Mediziner weiter. Eines der größten Krebsrisiken ist folglich das Alter, da diese „Unfälle" mit den Lebensjahren zunehmen. In Deutschland liegt das durchschnittliche Alter für Krebs bei 69 Jahren. Dies geht aus den Angaben der Krebsregister hervor.

Selbst wenn es nicht möglich ist, das persönliche Krebsrisiko auf Null zu reduzieren, können Sie doch einige Faktoren selbst beeinflussen. Eindeutig nachgewiesen ist der Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs. Wer auf Zigaretten und andere Formen von Tabakkonsum verzichtet, kann sein individuelles Risiko drastisch senken. Das gilt auch für das Passivrauchen. Bei Alkohol sieht es ähnlich aus. Der regelmäßige Verzehr von Alkohol steigert nicht nur, dass Risiko für Leber- oder Speiseröhrenkrebs. Wer regelmäßig alkoholische Getränke konsumiert, erkrankt statisch gesehen häufiger an Tumoren des Verdauungstraktes, bei Frauen erhöht sich zudem das Risiko für Brustkrebs. Neben dem Alkohol spielt die Ernährung, konkreter das Gewicht eine zentrale Rolle. „Konzentrierten sich Wissenschaftler vor einigen Jahren noch auf einzelne Bestandteile in Lebensmitteln, gehen wir heute davon aus, dass für Tumorarten wie Darmkrebs die Energiebilanz ausschlagend ist", so Dr. Dittmar. „Das heißt, wenn wir mehr essen als wir verbrauchen, nehmen wir zu und steigern damit auch die Gefahr für Krebs." Zumindest in Deutschland spielen Schadstoffe in Lebensmitteln nur eine untergeordnete Rolle bei der Entstehung von Tumoren.

Zu guter Letzt: Nutzen Sie die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung, insbesondere für Darmkrebs für beide Geschlechter und für Brust sowie Gebärmutterhalskrebs bei den Frauen.




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