HELIOS Klinikum Meiningen

Gesundheitstipp der Woche - Teil 28: So reinigen Sie Ihre Ohren richtig

Auf Wattestäbchen sollte beim Reinigen der Ohren lieber verzichtet werden.

Sicherlich, Ohrenschmalz sieht wenig ästhetisch aus. Viele Menschen versuchen ihn daher regelmäßig mit Wattestäbchen zu beseitigen. Allerdings erfüllt das Cerumen, wie Mediziner den Ohrenschmalz nennen, wichtige Funktionen. „Ohrenschmalz befeuchtet den Gehörgang und erhält den natürlichen Säureschutzmantel der Haut“, erklärt Dr. med. Mathias Stiefel, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde im MVZ am Helios Klinikum Meiningen. „Außerdem werden durch das Sekret Krankheitserreger abgewehrt und Schmutz sowie abgestorbene Hautzellen nach außen in die Ohrmuschel transportiert“, so der Mediziner weiter. Das Ohr reinigt sich also von selbst. Entsprechend reicht es aus, die Ohrenmuschel regelmäßig mit einem Waschlappen, Handtuch oder dem Finger vorsichtig zu reinigen. Ist die Haut in diesem Bereich trocken oder gereizt, können Sie die betroffenen Stellen mit pflegender Hautcreme behandeln. Und die berühmten Wattestäbchen? Manch einer nennt sie ganz selbstverständlich Ohrenstäbchen – als wären diese für die Reinigung der Ohren bestimmt. „Besser nicht“, warnt Dr. Stiefel. „Wattestäbchen eigenen sich nicht, um die Ohren zu säubern, komplett tabu sind auch spitze Gegenstände wie Büroklammern oder Pinzetten.“ Alle Hilfsmittel die in das Ohr eingeführt werden können den Gehörgang oder das Trommelfell reizen und verletzen. Außerdem schieben Sie den Ohrenschmalz mit dieser Methode zumeist noch tiefer in den Gehörgang anstatt ihn zu entfernen. In diesen Fällen oder auch wenn der Körper zu viel Ohrenschmalz produziert, bildet sich manchmal ein Pfropf, der den Gehörgang verschließt. In diesen Fällen kann ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt schnell und sicher Abhilfe schaffen.




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