31.01.12
Mehr als hunderttausend Euro aus Eigenmitteln flossen in den Umbau. Die neugestaltete Notaufnahme, die weiterhin rund um die Uhr arbeitet, umfasst nun zwei Schockräume, zwei Untersuchungszimmer, einen Überwachungsraum und einen Wartebereich. Am Empfangstresen wird die Patientenadministration koordiniert. Unterstützt wird die Logistik durch ein modernes EDV-gebundenes Patientenleitsystem und die Umsetzung einer dringlichkeitsorientierten Behandlung in Anlehnung an das Manchester-Triage-System. Dabei geht es darum, auch bei hohem Patientenaufkommen zügig diejenigen Notfallpatienten herauszufiltern, die als kritisch einzuschätzen sind und einer umgehenden Versorgung bedürfen. Von wesentlicher Bedeutung ist hier der erste Kontakt und eine schnelle, sichere Einstufung der Krankheitsschwere und Dringlichkeit weiterer medizinischer Untersuchungen. „Die Ersteinschätzung erfolgt an unserem zentralen Patientenempfang und beginnt mit der Beobachtung des Patienten bei seinem Eintreffen in der Notaufnahme. Als Indikatoren werden spezifische Symptome abgefragt, Befunde erhoben und Farbkategorien von rot über orange, gelb, grün bis blau zugeordnet. Sie definieren, ob eine sofortige, sehr dringende oder dringende Behandlung erforderlich ist“, erläutert Martina Brendel, leitende Schwester der Notaufnahme, das System der Notfallbewertung. „Während der offene Empfangs- und Wartebereich die kontinuierliche Kommunikation mit den Patienten und Angehörigen fördert, ermöglichen die neu geschaffenen Untersuchungsräume eine Erstversorgung von bis zu fünf Patienten gleichzeitig“, ergänzt Dr. med. Tino Zirk. Er ist der neue Leiter der gesamten Notaufnahme, die so unter ärztlicher Führung eines erfahrenen Notfallmediziners steht, der als Chefarzt der Anästhesie und Intensivtherapie sowie als leitender Notarzt die täglichen Probleme und möglichen Lösungswege der interdisziplinären Arbeit kennt und eine noch engere Verzahnung der Fachgebiete und damit Optimierung der Abläufe anstrebt.
„Der Aufwand hat sich gelohnt“, betont Klinikgeschäftsführer Mario Schulter und bedankte sich damit auch bei allen Mitarbeitern, die die Einschränkungen durch den Umbau bei laufendem Betrieb mitgetragen hatten. Sein Dank gilt auch den Patienten, die sehr verständnisvoll auf die Baumaßnahmen reagierten. „Wir haben jetzt viel bessere Bedingungen für Patienten und Personal. Die Erfahrungen und Eindrücke, die sowohl Patienten als auch Mitarbeiter der Notaufnahme in den vergangenen fünf Wochen nach dem Umbau sammeln konnten, bestätigen das.“