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28.06.11

Erfolgreiche Strategien im Kampf gegen Keime

Erfolgreiche Strategien im Kampf gegen Keime

 

Erneute Zertifizierung der HELIOS Klinik Lengerich

 

Am 24.06.2011 wurde der HELIOS Klinik Lengerich im Rahmen einer Feierstunde im Hygieneinstitut der Universität Münster bereits das zweite Qualitätssiegel (EQS2) von EurSafety Health-net verliehen. Das Ziel des EurSafety Health-net Projektes ist die Stärkung der Patientensicherheit und der Schutz vor Infektionen durch die  Schaffung eines grenzüberschreitenden Netzwerks der Gesundheitsversorger entlang der deutsch-niederländischen Grenzregionen.

Im Fokus steht des Projektes steht die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz der Menschen vor Infektionsgefahren wie z.B. H1N1 (Neue Grippe) zu stärken. Es sollen aber auch Infektionen vermieden werden, denen Patienten während der stationären Behandlung im ausgesetzt sind. Hierbei ist insbesondere der Schutz vor Erregern mit Antibiotika-Resistenz (z.B. MRSA) von herausragender Bedeutung. Vorbild ist hier die erfolgreiche Vorgehensweise in den Niederlanden.

Die zunehmende Ausbreitung multiresistenter Keime macht immer mehr Probleme im Gesundheitswesen. Ein besonderes Risiko, sich mit multi-resistenten Erregern, insbesondere MRSA, zu infizieren, besteht für Menschen mit chronischen Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem und der Einnahme von Antibiotika. Diese Erreger lösen vor allem Wund-, Harnwegs- und Atemwegsinfektionen sowie Blutvergiftungen (Sepsen) aus. Lebensbedrohliche Zustände sind dabei nicht selten.

 

Die HELIOS Klinik Lengerich hat  schon mit der Teilnahme am EUREGIO MRSA-net im Jahr 2005 und dem Folgeprojekt EurQSafetyHealth-net eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um die Patienten vor multiresistenten Erregern zu schützen und setzt täglich erfolgreich Strategien zur Bekämpfung dieser Keime um.

 

Für die Umsetzung der Qualitätsziele in der HELIOS Klinik Lengerich sorgt speziell weitergebildetes und geschultes Personal (hygienebeauftragter Arzt, Michael Katt; staatl. anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegerin für Hygiene, Petra Kujawa) und nicht zuletzt alle verantwortungsbewussten Mitarbeiter, Patienten und Besucher – mit Erfolg, wie das Qualitäts- und Transparenzsiegel in der Eingangshalle der Klinik dokumentiert.

 

Zum Thema:

Das Qualitätssiegel EurSafetyHealth-net wird durch die Projektkoordination unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Friedrich/ Groningen und den Koordinatoren der Region Gronau/Enschede Dr. Inka Daniles-Haardt, Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA) Münster, Dr. Robin Köck, Institut für Hygiene Universität Münster und Dr. Ron Hendrix, Universität Enschede für zwei Jahre verliehen. Es beinhaltet die erfolgreiche Projektteilnahme mit der Erfüllung von 10 Qualitätszielen. Dazu zählen u. a. die Einbindung des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Schulungen der Mitarbeiter; Fortbildungsveranstaltungen, die Ermittlung und Erfassung von Infektionen, die Typisierung der Keime, die Umsetzung bundesweiter Hygiene-Empfehlungen des Robert Koch Institutes, die gesicherte Informationsweitergabe an weiterbehandelnde Stellen wie auch vermehrte Abstrichuntersuchungen bei stationärer Aufnahme der Patienten, insbesondere der so genannten Risikopatienten sowie aktive Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit.

Die Patienten und Projektteilnehmer auf beiden Seiten profitieren vom Austausch von Wissen und Daten zu Qualitätsindikatoren für die Gesundheitsversorgung.

Teilnehmer des Qualitätsverbundes sind Patienten, Krankenhäuser, Arztpraxen, Gesundheitsämter, Labore, Pflege- und Reha-Einrichtungen, Krankentransportunternehmen, Tiermediziner etc. entlang der gesamten niederländisch-deutschen Grenzregion. Insbesondere die Reduktion von MRSA und anderen multiresistenten Erregern auf deutscher Seite (20mal höher als in den Niederlanden) wird zu einer Angleichung der Qualität der Gesundheitsversorgung führen und den Zugang zur Gesundheitsversorgung einfacher und schneller machen. Der niederländische Partner würde z.B. ebenfalls von der Reduktion der MRSA-Rate auf deutscher Seite profitieren, da die ständige Gefahr des Imports von MRSA über die Grenze verringert werden könnte.

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 64 eigene Kliniken, darunter 44 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 29 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.

HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 650.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 19.000 Betten und beschäftigt über 34.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5  Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. 

 

 

 

Pressekontakt:

Ilona Mierke

Öffentlichkeitsarbeit

Telefon:         +49 5481 / 801 - 541

E-Mail:           ilona.mierke@helios-kliniken.de