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21.06.11

Die Reiseapotheke hilft gesund zu bleiben

Die Reiseapotheke hilft gesund zu bleiben

 

Chefärztin Dr. Angela Gerlach von der HELIOS Klinik Lengerich gibt Tipps für die schönste Zeit des Jahres

Schon die Frage nach der nächsten Apotheke kann im Ausland ein unüberwindbares Hindernis sein. Wenn Reisende der Fremdsprache im Urlaubsland nicht mächtig sind, ist es wichtig, eine eigene Reiseapotheke dabei zu haben. Tipps dazu gibt Dr. Angela Gerlach, Chefärztin Innere Medizin, Schwerpunkt Kardiologie der HELIOS Klinik Lengerich: „Eine Reiseapotheke sollte eine bestimmte Grundausrüstung an Medikamenten und Erste-Hilfe-Material beinhalten. Wer außerdem ständig auf bestimmte Medikamente angewiesen ist, sollte auch diese in die Reiseapotheke geben.“

 

Die Grundausstattung für eine Reiseapotheke besteht laut Dr. Gerlach besonders in den Sommerferien aus Sonnenschutzmitteln, Desinfektionsmittel, aus Medikamenten gegen Durchfall, Verstopfung und Erbrechen, Erkältungen, Halsschmerzen, Reisekrankheit, Fieber und Schmerzen.

 

„Bei vielen Reisenden ist das Immunsystem durch die Klimaveränderung häufig schon anfälliger als im Heimatland. Außerdem ist es nicht an fremde Bakterien und Viren gewöhnt und kann sie deshalb schlechter abwehren“, erläutert die Chefärztin.

 

Dr. Gerlach: „Viele Infektionskrankheiten auf Reisen werden über das Trinkwasser übertragen. In Ländern mit unsicherer Trinkwasserhygiene sollte man Wasser nur aus verschlossenen Flaschen und nicht aus dem Wasserhahn trinken.“ Zudem warnt die Expertin vor versteckten Gefahren. „Bei heißen Temperaturen locken Getränke mit Eiswürfeln. Die werden jedoch aus Leitungswasser hergestellt, das man in manchen Ländern auf jeden Fall meiden sollte.“ Generell rät die Medizinerin auch beim Zähneputzen gekauftes Mineralwasser zu benutzen, Obst vor dem Verzehr zu schälen und keine frisch gewaschene Rohkost zu sich zu nehmen.

 

Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Durchfallerkrankung auftritt, ist eine ausreichende Trinkmenge das Entscheidende. „Mindestens drei bis vier Liter pro Tag“, rät die Medizinerin. „Während einer Durchfallerkrankung verliert der Körper viel Flüssigkeit, die man wieder zuführen muss.“ Außerdem können Arzneimittel gegen Durchfall Linderung verschaffen. „Um bei einer Durchfallerkrankung schnell wieder gesund zu werden, sollte man auf Sport und ein langes Sonnenbad verzichten. Der Körper ist für diese Anstrengungen zu geschwächt.“

 

Generell rät der Arzt nur in Maßen und vor allem nur mit einem guten Sonnenschutzmittel zu einem Sonnenbad. Damit beuge man nicht nur Sonnenbrand, sondern auch dem Risiko einer späteren Erkrankung an Hautkrebs vor.  Neben der Sonnencreme (mindestens Lichtschutzfaktor 20 bis 30) gehören auch Mittel gegen Insektenstiche, Verbandsmaterial, Schere, Pinzette, Pflaster in verschiedenen Größen, Mullbinden, Salben gegen Verstauchungen und ein Fieberthermometer in die Reiseapotheke.

 

Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte nicht vergessen, einen entsprechenden Vorrat einzupacken. Dr. Gerlach: „Abgesehen von der Sprachbarriere sind gewohnte Medikamente im Ausland häufig nicht erhältlich. Dann bringt die Reiseapotheke Sicherheit und hilft, im Urlaub gesund zu bleiben.“

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 64 eigene Kliniken, darunter 44 Akutkrankenhäuser und 20 Rehabilitationskliniken. Mit fünf Maximalversorgern in Berlin-Buch, Erfurt, Krefeld, Schwerin und Wuppertal nimmt HELIOS im deutschen Klinikmarkt eine führende Position bei der Privatisierung von Kliniken dieser Größe ein. Darüber hinaus hat die Klinikgruppe 29 Medizinische Versorgungszentren (MVZ). HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der HELIOS Konzernzentrale ist Berlin.

HELIOS versorgt jährlich mehr als zwei Millionen Patienten, davon rund 650.000 stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 19.000 Betten und beschäftigt über 34.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von 2,5  Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. 

 

 

 

 

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