HELIOS Klinik Lengerich

Augen auf den Diabetes

Früherkennung verhindert schwerwiegende Folgeschäden des Diabetes mellitus

 

Der Weltdiabetestag macht seit 1991 jedes Jahr am 14. November auf die immer stärkere Verbreitung von Diabetes mellitus aufmerksam. In Deutschland sind laut Robert Koch Institut mehr als sechs Millionen Menschen betroffen. Pro Jahr kommen etwa 270.000 Neuerkrankungen hinzu. Bis 2030 wird mit einem Anstieg auf acht Millionen  gerechnet. Jedes Jahr erblinden deutschlandweit 2.000 Menschen infolge von Diabetes, mehr als 20.000 werden dialysepflichtig. 40.000 Amputationen werden durch die Erkrankung verursacht. Gemäß dem diesjährigen Motto „Augen auf den Diabetes“  liegt der Fokus 2016 auf der Früherkennung des Diabetes mellitus  und seiner Folge- und Begleiterkrankungen.

 

Die Folgen sind vor allem dann schwerwiegend, wenn die Erkrankung lange Zeit unentdeckt bleibt oder der Blutzucker unzureichend eingestellt ist. Zu den gravierendsten Folgeerkrankungen gehören Schlaganfall, Herzinfarkt, Diabetisches Fußsyndrom – mit der Gefahr der Amputation, Niereninsuffizienz sowie Netzhauterkrankungen bis hin zur Erblindung. „Die frühzeitige Erkennung der Krankheit ist wichtig, um sie besser behandeln und Folgeschäden verhindern zu können“, erläutert Dr. Tillmann, Chefarzt der Inneren Medizin und Diabetologe DDG. „Es können bis zur erstmaligen Diagnose eines Diabetes mellitus Typ 2 bis zu zehn Jahre vergehen“, so der Diabetologe.

 

Die diabetische Retinopathie und die Makulopathie sind die häufigsten Komplikationen des Diabetes mellitus. Diabetes kann die Netzhaut (Retina) und die kleinsten Arterien in den Augen schädigen. Die Veränderungen werden anfänglich nicht bemerkt, können im Verlauf jedoch zu Sehbeschwerden bis hin zur Erblindung führen. Die diabetische Retinopathie ist in Deutschland und in Industrieländern die Hauptursache für Erblindungen im mittleren Lebensalter.
Von einer Makulopathie sprechen Mediziner, wenn der Netzhautbereich des schärfsten Sehens, die Makula, von krankhaften Prozessen betroffen ist. Platzen kleinste Blutgefäße in der Nähe der Makula, entsteht ein Ödem, eine Wasseransammlung. Diese Netzhautschwellung beeinträchtigt die Sehfunktion und kann mit der Zeit zur unwiederbringlichen Schädigung der zentralen Netzhaut mit bleibendem Sehschärfenverlust führen. Die diabetische Makulopathie kann in jedem Stadium der diabetischen Retinopathie auftreten.  „Die Untersuchung auf Folge- und Begleiterkrankungen ist daher ein wichtiger Teil der Behandlung aller Formen des Diabetes mellitus“, erklärt Chefarzt Dr. Tillmann.

 

Symptome wie starker Durst, häufiges Wasserlassen, Verschlechterung der Sehfähigkeit, Müdigkeit, trockene und juckende Haut, schlechte Wundheilung, Gewichtsverlust und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen können Anzeichen für eine Diabetes-Erkrankung sein und sollten den Betroffenen veranlassen, im Rahmen einer Untersuchung beim Hausarzt auch einen Blutzuckertest machen zu lassen. Eine gesunde Lebensführung kann den Beginn der Erkrankung hinauszögern und den Verlauf sehr positiv beeinflussen.

 

Zum Thema:

Im Oktober 2015 zeichnete die Deutsche Diabetes Gesellschaft die HELIOS Klinik Lengerich als eine der ersten Kliniken in Deutschland als „Klinik für Diabetiker geeignet“ aus.

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