Typische Kinderkrankheiten sind Infektionskrankheiten, an denen ohne Impfung früher fast jedes Kind erkrankte, wie z. B. Masern oder Windpocken. Aufgrund des deutschlandweit gut verbreiteten Impfschutzes spielen diese Erkrankungen und ihre seltenen schweren Folgeschäden heutzutage nahezu keine Rolle mehr. Die meisten stationären Behandlungen im Kindes- und Jugendalter sind bei Lungenentzündungen und (infektiösen) Darmerkrankungen erforderlich, besonders wenn erkrankungsbedingt die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme erschwert ist und insbesondere bei Kleinkindern eine Austrocknung droht. Häufige, im Kindesalter auftretende Erkrankungen, die eine operative Therapie erfordern, sind Nabel- und Leistenbrüche, Blindarmentzündungen, Vorhautverengungen (Phimosen), kindlicher Hodenhochstand und frühkindliche Fehlbildungen. Zum Behandlungsspektrum einer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zählen außerdem angeborene Stoffwechselerkrankungen, allergische Erkrankungen (Asthma), neurologische Störungen und Hauterkrankungen (Dermatitis, Ekzem, Psoriasis). Die Behandlung sehr selten auftretendender schwerer Krankheiten, wie z. B. bösartiger Tumore, Rheuma und schwerer erblich bedingter Erkrankungen und Missbildungen erfolgt überwiegend in hochspezialisierten Zentren. Durch die Fortschritte in der Medizin haben sich die Heilungschancen in den letzten Jahren sehr verbessert. Ein weiteres wichtiges Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin ist die Früherkennung und Behandlung von Entwicklungsstörungen und psychischer Fehlentwicklungen.
pH-Metrie, Dünndarmbiopsie, Oesophago-Gastro-Duodenoskopie und Koloskopie, Gastroskopie, Videoendoskopie, Leberbiopsie, Stoffwechseldiagnostik, Sonographie (Ultraschalluntersuchung)
Ultraschalldiagnostik der Nieren und ableitenden Harnwege, Nierenbiopsie, Diagnostik und Therapie von Harnabflussstörungen
Kinderschlaflabor: Polysomnographie, Computer-EEG einschließlich Schlaf- und Langzeitableitung
Lungenfunktionsdiagnostik einschließlich Bodyphletysmographie, Bronchoskopie, allergologische Diagnostik
Endokrinologische Diagnostik: Diagnostik bei Diabetes mellitus, Hypophysenfunktionsdiagnostik, Wachstumshormonstimulationstestung, Ultraschalluntersuchung der Hormondrüsen.
Kardiologische Diagnostik: Langzeit-EKG; Echokardiographie, Ultraschalldiagnostik einschließlich Doppler- und Farbdoppleruntersuchungen.
Psychosomatik: Diagnostik von Kindern mit körperlichen Erkrankungen, deren Ursachen auf seelischen Störungen beruhen oder wesentlich mitbedingt sind oder die zu seelischen Störungen geführt haben.
Neonatologie: Intensivmedizinische Betreuung kleiner Frühgeborener und kranker Neugeborener
Pädiatrische interdisziplinäre Intensivmedizin: Intensivmedizinische Betreuung schwerkranker Kinder mit Infektionen, Erkrankungen der Atemwege oder der Atemregulation, Herzerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, nach Operationen und Unfällen
Pädiatrische Gastroenterologie: Therapie von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Gedeihstörungen, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
Pädiatrische Nephrologie: Therapie des Einnässens und aller im Kindesalter vorkommenden Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege
Neuropädiatrie: Therapie von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, Entwicklungsstörungen, Stoffwechselerkrankungen und degenerativen Erkrankungen des Nervensystems, Epilepsie inklusive der dafür notwendigen elektrophysiologischen Untersuchungen (EEG, Schlafapnoe-Diagnostik)
Pädiatrische Pulmologie: Therapie von Erkrankungen der Atemwege und der Lunge
Endokrinologie und Diabetes: Therapie von Erkrankungen der endokrinen Drüsen, Störungen im Bereich von Hypothalamus und Hypophyse, Behandlung und strukturierte Schulung von Kindern mit Diabetes mellitus und ihren Eltern