In der Schlaganfall-Spezialstation der HELIOS Kliniken Leipziger Land werden seit Juni 2008 Patienten mit akutem Schlaganfall nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und mit erheblichem personellem Aufwand rund um die Uhr betreut. Eine Spezialstation für Schlaganfall-Patienten ist notwendig, da es sich beim Schlaganfall um eine lebensbedrohliche Erkrankung handelt, andererseits nur durch sofortiges medizinisches Eingreifen Behinderungen vermindert werden können. Die Schlaganfall-Spezialstation in Borna ist offiziell von der LAG InterCert nach Kriterien der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe zertifiziert.
Auf der Schlaganfall-Spezialstation werden Patienten mit einem "frischen" Schlaganfall, aber auch nach einem nur vorübergehenden neurologischen Defizit (s. u.: TIA; bis 48 Std. nach Akutereignis) aufgenommen, untersucht und behandelt. Während der Akutphase des Schlaganfalls bzw. kurz nach einer passageren neurologischen Ausfallsymptomatik ist der Gesundheitszustand des Betreffenden oft noch instabil und der Krankheitsverlauf durch intensive Überwachung und Behandlung günstig zu beeinflussen. Ziel ist eine rasche Verbesserung der Schlaganfallsymptomatik und Stabilisierung des Allgemeinbefindens.
Auch wenn ein Patient nur kurzzeitig einen neurologische Ausfallssymptomatik (Transitorisch ischämische Attacke - "TIA" mit Lähmung, Sprachstörung, Sehstörung u. a.) erlebt hat, ist dies ein lebensbedrohlicher Notfall, da in zehn Prozent aller Fälle innerhalb der nächsten zwei bis drei Tage ein richtiger Hirninfarkt auftreten kann.
Alle betroffenen Patienten werden über die Notfallambulanz des HELIOS Klinikums Borna aufgenommen. Sie ist rund um die Uhr geöffnet und verfügt durchgehend über einen neurologischen Dienstarzt.
Unter der (0 34 33) 21-1888 besteht eine 24-Stunden-Schlaganfall-Bereitschaft, z. B. zur Vorinformation durch den Rettungsdienst oder spezielle Nachfragen.
Direkt nach Ankunft in der Notfallambulanz wird der Patient vom Neurologen untersucht, neben Blutentnahme und EKG wird sofort eine Bildgebung des Gehirns mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt. Noch in der Notfallambulanz werden alle entscheidenden therapeutischen Schritte eingeleitet, im Vordergrund steht hierbei der Versuch, das den Schlaganfall verursachende Gerinnsel aufzulösen, was derzeit nur innerhalb der ersten drei Stunden nach Schlaganfallbeginn möglich ist.

Dr. med. Alexander Reinshagen
Chefarzt der Klinik für Neurologie
Rudolf-Virchow-Straße 2
04552 Borna
Telefon: (0 34 33) 21-14 81

Unter der
(0 34 33) 21-18 88
besteht eine 24-Stunden-Schlaganfall-Bereitschaft.