Zirka 30 bis 40 Prozent aller Frauen leiden an dieser Erkrankung. Diese gutartigen Wucherungen der Gebärmuskulatur können in manchen Fällen zu typischen Beschwerden wie starken Regelblutungen, dadurch verursachte Blutarmut, Druckbeschwerden auf Blase bzw. Darm oder Unterbauchbeschwerden führen. Auch neigen die Myome bis zu den Wechseljahren zum Wachstum. Immer dann, wenn solche Beschwerden auftreten, stellt sich die Frage nach einer möglichen Behandlung. Das heißt aber auch, dass Myome, die keine Beschwerden verursachen, auch keiner Behandlung bedürfen.Für die Planung einer Therapie ist auch die Familienplanung ein wichtiger Gesichtspunkt, da in diesen Fällen ein funktioneller Organerhalt erforderlich ist.
In der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe führen wir alle möglichen operativen Eingriffe mit und ohne Organerhalt durch. Prinzipiell bevorzugen wir minimalinvasive Verfahren. Beim Wunsch oder Erfordernis eines Organerhalts kommen die Entfernung der Myome per Bauchspieglung oder per Bauchschnitt in Frage. Bei abgeschlossener Familienplanung stellt die Myomembolisation eine schonende Methode zur Linderung oder Beseitigung der Beschwerden dar. Ist kein funktioneller Organerhalt mehr notwendig oder gewünscht, kann die Gebärmutter von der Scheide (zirka 60 Prozent), in der Kombination Bauchspieglung und von der Scheide - LAVH genannt - (etwa 20 Prozent), vollständig per Bauchspieglung - TLH oder LASH genannt – (rund zehn Prozent) oder in seltenen Fällen (weniger als zehn Prozent) per Bauchschnitt entfernt werden.
Die Vielzahl der verfügbaren Methoden erfordert eine individuelle Beratung der betroffenen Frauen und sollte somit einer Operation voraus gehen. Sie können sich gern nach einer Terminplanung über das Sekretariat in unserer Sprechstunde vorstellen.
Ausführlichere Informationen - insbesondere zur Myomembolisation - finden Sie hier.
Dr. med. habil. Ralf Robel
Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Rudolf-Virchow-Straße 2
04552 Borna
Telefon: (0 34 33) 21-14 01