HELIOS Park-Klinikum Leipzig

Entwöhnung/Rehabilitation

Im Bereich Rehabilitation kann eine Entwöhnungsbehandlung bei Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit durchgeführt werden.

 

In der Rehabilitationsphase werden zwei Hauptziele verfolgt: eine lebenslange zufriedene Abstinenz zu erreichen und die Erwerbsfähigkeit zu sichern bzw. wieder herzustellen.

 

Die Soteria Klinik Leipzig verfügt über die staatliche Anerkennung von Einrichtungen gemäß §§ 35, Abs.1, Satz 2, 36, Abs. 1, Satz 1 Betäubungsmittelgesetz.

  • Die Soteria Klinik liegt am südöstlichen Stadtrand von Leipzig in unmittelbarer Nähe zu anderen Kliniken des HELIOS Park-Klinikums Leipzig in reizvoller, grüner, ruhiger Umgebung. Die Klinik verfügt über 154 Behandlungsplätze für Frauen und Männer zur Entwöhnungsbehandlung (Langzeittherapie) für

    • Alkoholabhängigkeit,
    • Medikamentenabhängigkeit,
    • Drogenabhängigkeit.

    Es werden auch Patienten mit Nebendiagnosen wie

    • affektiven Erkrankungen,
    • Angststörungen,
    • Persönlichkeitsstörungen,
    • psychosomatischen Störungen,
    • nicht-stoffgebundenen Abhängigkeiten (z. B. Spielsucht),
    • suchtbedingten Folgeerkrankungen

    zur Behandlung aufgenommen.

    Patienten mit schizophrener Psychose und bipolarer Erkrankung (manisch-depressiver Erkrankung) können aufgenommen werden, wenn sie ausreichend stabil sind.

    Folgende persönliche Voraussetzungen sind erforderlich:

    • Einsicht des Patienten, dass er krank ist und Hilfe braucht,
    • Freiwilligkeit,
    • ausreichende psychische und körperliche Belastbarkeit,
    • Vollendung des 18. Lebensjahres,
    • ausreichende Deutschkenntnisse,
    • Akzeptanz der Haus- und Therapieordnung.

    Nicht aufgenommen werden können Patienten mit:

    • Orientierungsstörungen,
    • Pflegebedürftigkeit,
    • akuter Psychose oder
    • akuter Suizidalität.

    Eltern-Kind-Behandlungen oder Paartherapien werden in unserer Klinik nicht angeboten. Haustiere sind aus hygienischen Gründen nicht gestattet.

  • Es werden Patienten aller Leistungs- und Kostenträger aufgenommen, z. B.

    • von der Deutschen Rentenversicherung,
    • von gesetzlichen und privaten Krankenkassen,
    • vom Kommunalen Sozialverband und anderen zuständigen Sozialhilfeträgern

    Die Maßnahme kann auch nach Kostenzusage der Beihilfe oder privat finanziert durchgeführt werden.

    Patienten mit Auflage nach §35BtmG ("Therapie statt Strafe") oder 357StGB können aufgenommen werden.

    Der Antrag auf eine Entwöhnung muss durch den Patienten beim zuständigen Kostenträger selbst gestellt werden. Eine Behandlung wird durch den jeweiligen Kostenträger meist nur dann genehmigt, wenn auch ein ausführlicher Arztbericht und der Sozialbericht einer Suchtberatungsstelle vorliegen.

    Eine stationäre Rehabilitation dauert bei Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit in der Regel 12 bis 16 Wochen und bei Drogenabhängigkeit 24 bis 26 Wochen. Eine Verlängerung oder Verkürzung nach medizinisch-therapeutischer Notwendigkeit ist möglich.

    Die Aufnahme erfolgt nach Terminvergabe. Dazu können sich die Patienten an unsere Patientenverwaltung (siehe Kontakt) wenden.

    Die Möglichkeit zur Schnelleinweisung (Direktverlegung) durch eine psychiatrische Klinik besteht. Arztbericht und Sozialbericht werden dort erstellt. Die Übernahme ist dann prinzipiell nur nahtlos möglich.

    Die medizinische Voraussetzung für eine Entwöhnung ist eine erfolgreiche Entgiftung, d. h. die Patienten müssen zur Anreise suchtmittelfrei (alkoholfrei, drogenfrei) bzw. düfen nicht entzügig sein.

    Die Entgiftung kann auch im HELIOS Park-Klinikum Leipzig durchgeführt werden:
    Für Alkohol/Medimante nach Terminabsprache:
    Station S2: (0341) 870-3202
    Für illegale Drogen über Warteliste:
    Station P1: (0341) 864-1280

    Bitte beachten Sie, dass die Anreise mit dem eigenen PKW nicht gestattet ist!

  • Bei Anreise bitten wir Sie, folgende Dinge mitzubringen:

    • ihre aktuellen Medikamente und ggf. einen Verordnungsplan des Arztes,
    • aktuelle relevante medizinische Unterlagen, z. B. Laborbefunde,
    • bei Patienten mit Drogenabhängigkeit möglichst ein aktuelles Drogenscreening (von der vorbehandelnden Klinik, dem Hausarzt oder der Suchtberatungsstelle),
    • Versicherungskarte der Krankenkasse,
    • Impfausweis, Allergiepass, Bonusheft,
    • wetterfeste Bekleidung, Regenbekleidung,
    • Turn- und Badeschuhe,
    • Sportbekleidung,
    • Schwimm- bzw. Badebekleidung, einschl. Badetücher, eventuell ein Saunatuch,
    • alkoholfreie Körperpflegemittel,
    • Schreibutensilien,
    • einen Wecker,
    • Briefmarken,
    • 15 Euro Pfandgeld (für Zimmerschlüssel und Wertfach).

    Von der Klinik werden Bettwäsche und Handtücher gestellt. Für Ihre Wäsche stehen Münzwaschmaschinen und Wäschetrockner zur Verfügung.

    Sofern Sie schon länger arbeitssuchend und im ALG-2-Bezug sind, sorgen Sie bitte für die Verfügbarkeit von geeigneter Bekleidung für ein mögliches Berufspraktikum (z. B. festes Schuhwerk, Arbeitshose, Arbeitsjacke o. ä.).

    Sofern vorhanden bzw. zutreffend, bringen Sie bitte auch folgende Unterlagen mit:

    • Ansprechpartner und Kontaktdaten ihrer Suchtberatungsstelle,
    • Schwerbehindertenausweis,
    • die letzten Bescheide für Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II,
    • Ihre Kundenkarte bei der Agentur für Arbeit/Jobcenter,
    • Rentenbescheid,
    • bei vormundschaftlicher Betreuung eine Kopie des Betreuerausweises und Anschrift sowie Telefonnummer ihres Betreuers
    • bei einer Therapieauflage nach §35BtmG oder §57StGB die aktuellen Gerichtsurteile oder Beschlüsse/Verfügungen.
  • Der Bereich Rehabilitation verfügt über

    • Therapiepavillons
    • Gruppenräume
    • Ergotherapieräume
    • Musiktherapieraum
    • Speisesaal
    • Cafeteria
    • Fernsehräume
    • Schwimmhalle
    • Sporthalle
    • Gymnastikraum
    • Sauna
    • Kneippanlage
    • Tischtennisplatten
    • Fahrräder
    • Lehrküche
    • Bibliothek
    • EDV-Schulungsraum

    Während der Rehabilitation sind die Patienten in modernen Doppelzimmern mit Duschbad und getrenntem WC untergebracht. Zu zwei Doppelzimmern gehört jeweils ein Gemeinschaftsraum. Der Wohnbereich ist nach Bezugsgruppen gegliedert, wodurch das Leben in der therapeutischen Gemeinschaft unterstützt wird. Bei medizinischer Notwendigkeit gibt es drei Einzelzimmer. Sowohl die Aufnahmestation als auch der Wohnbereich sind behindertengerecht ausgestattet und barrierefrei.

  • Die Soteria Klinik arbeitet grundsätzlich abstinenzorientiert.
    Folgende Ziele sind aus unserer Sicht erstrebenswert:

    • ein suchtmittelfreies abstinentes Leben in Zufriedenheit, dazu gehören z. B.
    • Überprüfung und Verbesserung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit (es besteht die Möglichkeit für ein Berufspraktikum), nach Möglichkeit Befähigung zur Wiedereingliederung in den 1. Arbeitsmarkt,
    • persönliche Stärkung bei der Bewältigung von Anforderungen des Alltags - z. B. in der Tagesstruktur, im Umgang mit Behörden, bei der Freizeitgestaltung (Sinnfindung, Begegnung, Entspannung),
    • Erarbeitung einer neuen Lebensperspektive, dazu gehören z. B. gestärktes Selbstbewusstsein, verbesserte Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit, Übernahme von Eigenverantwortung usw.

     

     

  • Unser Credo lautet: "Hilfe zur Selbsthilfe". Wir möchten unsere Patienten in die Lage versetzen, ihrer Erkrankung mit aktiven Bewältigungsstategien zu begegnen. Wir sehen jede Krise auch als eine Chance, etwas zu verändern. Aktive Mitwirkung, Offenheit, Zusammenarbeit und therapeutische Verlässlichkeit sehen wir als Voraussetzung für das Gelingen einer Psychotherapie.

    Die Soteria Klinik Leipzig arbeitet eng mit Suchtberatungs- und behandlungsstellen, zuweisenden Kliniken, niedergelassenen Ärzten, Selbsthilfegruppen, Betrieben, Behörden sowie Kostenträgern zusammen.

    Unsere Klinik verfolgt ein ganzheitliches Therapiekonzept, welches auf einem tiefenpsychologischen Krankheitsverständnis basiert. Unser Therapieansatz ist gleichermaßen verhaltenstherapeutisch, systemisch und tiefenpsychologisch aufgestellt. Eine gründliche Auseinandersetzung mit der Lebens- und Suchtgeschichte sowie aktuellen Belastungssituationen und Konflikten soll helfen, die Funktionsweise von Suchtmitteln zu erkennen, um mit diesem Wissen Veränderungen im Denken, Fühlen und Handeln anzustoßen und eine zufriedene Abstinenz zu erreichen.

    Die Aufnahme erfolgt am ersten Tag auf unserer Aufnahmestation durch ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung durch den Arzt.

    Die Patienten beginnen in der ersten Phase der Therapie mit ersten Ausarbeitungen zur Lebens- und Suchtgeschichte, um erste Zusammenhänge der Suchtentwicklung zu erkennen und Funktionen der Suchtmittel zu erarbeiten. Eventuell werden weitere körperliche und psychologische Untersuchungen durchgeführt. Nach ca. fünf bis sieben Tagen erfolgt die Verlegung in eine Bezugsgruppe. Dort werden die Patienten in den ersten Tagen durch einen "Paten" als Ansprechpartner unterstützt.

    Im geschützten Rahmen der Kleingruppe schreiben die Patienten ihren Suchtbericht, den sie später im Rahmen der Suchtgruppenarbeit vortragen. Mit Hilfe von Tagesausarbeitungen werden z. B. die Themen Krankheitseinsicht, Akzeptanz der Suchterkrankung, Motivation, biografische Entwicklung u. a. vertieft. Jeder Patient erhält wöchentlich ein Einzelgespräch und nimmt an fünf therapeutischen Gruppengesprächen teil. Unsere Therapeuten bieten darüber hinaus in Krisensituationen Entlastungsgespräche an.

    Die medizinische Betreuung sichert ein Arzt durch wöchentliche Visiten und regelmäßige Sprechstunden ab. Eine medikamentöse Behandlung wird bei medizinischer Notwendigkeit eingeleitet bzw. fortgesetzt. Rund um die Uhr ist die Betreuung durch den Pflegedienst gewährleistet.

    Außerhalb der Dienstzeiten gibt es einen ärztlichen und einen therapeutischen Bereitschaftsdienst.

    Weiterhin gehören regelhaft zur Therapie:

    • Sport- und Bewegungstherapie,
    • Ergotherapie,
    • Arbeitstherapie und
    • Musiktherapie.

    Außerdem werden angeboten:

    • indikative Gruppen,
    • Ernährungsberatung,
    • Diabetikerschulung,
    • Hirnleistungstraining,
    • Physiotherapie,
    • Rückenschule,
    • Ergometertraining,
    • Raucherentwöhnung,
    • Akupunktur und
    • Entspannungsverfahren.

    Die Sozialarbeit beinhaltet u. a. die Anleitung zur eigenverantwortlichen Klärung von

    • finanziellen Schwierigkeiten (z. B. Vermittlung zur Schuldnerberatung),
    • juristischen Problemen und Fragestellungen
    • Wohnungsangelegenheiten,
    • der Vermittlung in Nachsorgeeinrichtungen,
    • Berufs- und Rentenfragen.

    Unterstützung bei der Rückkehr ins Erwerbsleben erfolgt durch

    • sozialmedizinische Visiten,
    • Bewerbungstraining,
    • Betriebspraktika,
    • regelmäßige Sprechstunden der Deutschen Rentenversicherung.

    Als wichtigen Pfeiler der Therapie sehen wir die Angehörigenarbeit. Wenn vom Patienten gewünscht, können Angehörigengespräche oder ein Familienseminar stattfinden.

    Zur Erprobung des Gelernten außerhalb der Klinik gibt es im letzten Drittel der Therapie eine Belastungsheimfahrt, um Kontakte zu Familie und Freunden, zur Suchtberatungsstelle, zur Selbsthilfegruppe, Ämtern und Behörden oder zu Arbeitgeber zu pflegen.

    Die letzten Wochen der Therapie dienen der Vorbereitung und Planung der Nachbehandlung, um die Heimkehr in die Häuslichkeit zu erleichtern. 

  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

    • ab Hauptbahnhof Straßenbahnlinie 15 (Richtung Meusdorf) bis Haltestelle Probstheida
    • von dort Buslinie 76 bis Haltestelle Russenstraße (Kreisverkehr)
    • kurzer Fußweg (5 Minuten) bis zur Soteria Klinik Leipzig

    Bei Notwendigkeit können wir Sie vom Hauptbahnhof Leipzig abholen lassen. Wir bitten um vorherige Absprache über unsere Patientenverwaltung!

    Wenn Sie mit dem Auto aus Richtung Berlin, München, Halle, Dresden gebracht werden:

    • A38 Abfahrt Leipzig Südost in Richtung Leipzig
    • der S38 (Prager Straße) folgen bis zum Ortsteil Probstheida, ab dort ist das HELIOS Park-Klinikum Leipzig ausgeschildert
    • der Beschilderung folgend an der Kreuzung Prager-/ Chemnitzer-/ Bockstraße rechts in die Bockstraße einbiegen
    • dem Hauptstraßenverlauf folgen und rechts in die Strümpellstraße abbiegen
    • ab dort ist die Soteria Klinik ausgeschildert, ein großer Parkplatz ist direkt vor der Klinik.

    Bitte beachten Sie, dass die Stadt Leipzig eine Umweltzone eingerichtet hat. Das Stadtgebiet dürfen Sie nur mit einer grünen Plakette befahren.

    Weiteres Informationsmaterial wird auf Wunsch gern versendet.
    Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Göran Michaelsen

Chefarzt
Tel.: (0341) 870-32 68
Fax.: (0341) 870-32 64
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