HELIOS Park-Klinikum Leipzig

Technik

Minimal-invasive Instrumentierung

Mit Hilfe neuartiger Implantate ist eine schonende Stabilisierung von Wirbelsäulenabschnitten möglich. Auf einen ausgedehnten Operationszugang kann hierbei häufig verzichtet werden.

Bei zahlreichen Eingriffen an der Wirbelsäule ist es nicht erforderlich, einen großen Zugang zur Wirbelsäule zu schaffen. Jedoch sind die meisten verfügbaren Stabilisierungssysteme (Fixateure) darauf ausgelegt, „offen“ d. h. auf Sicht eingebracht zu werden.

Unsere Abteilung verfügt über die neuesten Fixateursysteme zur minimal-invasiven Implantation. Es sind hierbei nur ein bis zwei Zentimeter lange Schnitte seitlich der Wirbelsäule erforderlich, um die Schrauben einzubringen. Dieser Vorgang erfolgt unter Röntgenkontrolle und schont sowohl die Haut als auch die Muskulatur. Gerade bei älteren und schwerkranken Patienten (z. B. bei Polytrauma, Tumoren oder bei der Infektion der Wirbelkörper [Spondylitis]) ist dies von besonderem Vorteil.

Während ältere und Tumorpatienten insbesondere von dem geringeren Wundheilungsrisiko profitieren, werden schwerverletzte Patienten anders als bei einer offenen Implantation nur in sehr geringem Maße zusätzlich belastet. Gleichzeitig ist der Blutverlust bedeutend geringer und auch das Risiko für bleibende Schäden an der Rückenmuskulatur wird deutlich verringert.

 

Neuromonitoring

Eine fortlaufende Kontrolle der Nervenbahnen und des Rückenmarks während der Operation dient der größtmöglichen Patientensicherheit. Die kontinuierliche Ableitung der Nervenfunktion erfolgt hierbei durch das intraoperative Neuromonitoring.

Beim Neuromonitoring werden, ähnlich wie bei der Nervenmessung, kontinuierlich die Funktionen der Nerven und des Rückenmarkes während des operativen Eingriffs überwacht.

Dies bietet sich insbesondere bei Eingriffen an, bei denen das Rückenmark dem Risiko einer Verletzung ausgesetzt ist. Insbesondere ausgedehnte Korrektureingriffe (z.B. bei Skoliosen) bergen das Risiko, dass es zu einer Beeinträchtigung der Nervenfunktion kommen kann.

Mit Hilfe des Neuromonitorings können wir während des Eingriffs feststellen, ob die Nervenfunktion ggf. durch ein operatives Manöver beeinträchtigt wird. Dies versetzt uns in die Lage, im Fall der Fälle umgehend zu reagieren. Früher war dies nur mittels des so genannten „Wake-Up“-Tests möglich, bei dem der Patient während der Narkose kurzzeitig zum Erwachen gebracht wurde, um die Funktion der Nerven auf Zuruf zu überprüfen.

 

 

Dr. med. Jens Gulow

Chefarzt
Tel.: (0341) 864-22 98
Fax.: (0341) 864-21 71
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