HELIOS Park-Klinikum Leipzig

Tumorerkrankungen

Die Wirbelsäule kann aufgrund eines Krebsleidens durch Metastasen befallen sein. So kann etwa ein Multiples Myelom die Stabilität der Wirbelsäule verringern oder eine Metastase das Rückenmark bedrohen.

Tumore der Wirbelsäule sind nur selten primäre, das heißt am Ort entstandene Geschwulste. Viel häufiger ist ein Tumorbefall im Rahmen eines metastasierenden Grundleidens. Insbesondere Prostata- und Brustkrebs sind bekannt dafür, dass sich Metastasen in der Wirbelsäule bilden können. Die Tumorzellen beginnen nun zu wachsen und verdrängen oder infiltrieren die Strukturen der Wirbelsäule. Hierbei kann es dazu kommen, dass die Wirbelsäule ihre Stabilität verliert und so genannte "pathologische Frakturen" entstehen. Ebenso besteht die Gefahr, dass ein Wachstum in der Nähe des Nervensystems die Funktion des Rückenmarks beeinflusst.

Zu Beginn gilt es zu klären, um welches Tumorleiden es sich im konkreten Falle handelt. Die Behandlung erfolgt generell in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Onkologie und/oder Strahlentherapie. Ist die Tumorart unbekannt, erfolgt vor der Operation eine Gewebeentnahme (Biopsie) von der Wirbelsäule bzw. die Tumorsuche im Brust- und Bauchraum. Nach Klärung der Tumorart kann bei einer einzelnen Metastase ein kurativer Ansatz für den Eingriff an der Wirbelsäule gewählt werden.

Die Operation wird hierbei mit dem Ziel durchgeführt, die Metastase als Ganzes zu entfernen, um auf diese Weise eine Heilung des Turmorleidens zu erreichen. Handelt es sich um ein fortgeschrittenes Tumorleiden mit mehreren Metastasen, erfolgt der Eingriff unter einem palliativen Aspekt. Hierbei ist das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, die Lebensqualität weitgehend zu erhalten und etwa eine Querschnittslähmung zu verhindern.

Was wir Ihnen anbieten können:

  • Neben moderner Diagnostik (MRT, CT, Myelo-CT) vor Ort steht unserer Abteilung dank einer Kooperation mit der Klinik und Poliklinik für Strahlenmedizin der Universität Leipzig ein PET (Positronen-Emissions-Tomographie) zur Tumorerkennung zur Verfügung. Dies ermöglicht es uns, auch kleinste Tumoren im Körper ausfindig zu machen, die sich durch ihren erhöhten Zellstoffwechsel beim Wachstum verraten.
  • Bei der Wahl und der Planung des für den Patienten geeigneten operativen Verfahrens stimmen wir uns eng mit den Fachkollegen aus den Bereichen Anästhesie, Onkologie und ggf. Strahlentherapie ab. So kann z. B. eine Strahlentherapie vor der Operation sinnvoll sein oder eine Chemotherapie im Anschluss.
  • Insbesondere bei fortgeschrittenen Tumorleiden verfügen wir über umfassende Erfahrungen bei der Verwendung minimal-invasiver Implantate, die kleinste Zugangswege ermöglichen und somit das Risiko einer Wundheilungsstörung bei schwerkranken Patienten minimieren.

Dr. med. Jens Gulow

Chefarzt
Tel.: (0341) 864-22 98
Fax.: (0341) 864-21 71
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