HELIOS Park-Klinikum Leipzig

Spinalkanalstenose, Spondylarthrose

Chronische Rückenschmerzen können im Rahmen der alterungsbedingten Veränderungen der Wirbelsäule auftreten. Häufig fallen hierbei die Schlagworte Spinalkanalstenose, Spondylarthrose oder Claudicatio spinalis.

Jedes Gelenk unterliegt einem alterungsbedingten Verschleißprozess – dies trifft auch auf die Wirbelsäule mit ihren aus jeweils einer Bandscheibe und zwei angrenzenden Wirbeln bestehenden Bewegungssegmenten zu. Mit den Jahren kann es dazu kommen, dass die Fähigkeit der Bandscheibe abnimmt, die Kräfte elastisch und federnd auf den Wirbelkörper zu übertragen. In diesem Fall versucht der Wirbelkörper, die eingeleitete Kraft besser aufzunehmen, indem er die Auflagefläche durch Knochenanbau vergrößert, um eine Ermüdungsfraktur zu verhindern.

Durch diesen Knochenanbau vergrößern sich die knöchernen Anteile der Wirbelkörper, wonach es zur Einengung der Nerven oder des gesamten Spinalkanals kommen kann (Spinalkanalstenose). Häufig tritt hierbei das Beschwerdebild der so genannten "Claudicatio Spinalis" auf: der Patient kann nur eine begrenzte Zeit gehen und muss sich immer wieder ausruhen, bis die Schmerzen und Nervenstörungen vergehen. Ein Nachvornbeugen ist gleichzeitig beschwerdelindernd, ein Nachhintenbeugen nicht möglich oder schmerzverstärkend.

Erschwerend kommt bei der Spondylarthrose hinzu, dass die stabilisierenden Bänder ihre Vorspannung verlieren und damit unnatürliche Bewegungen zwischen den Wirbeln auftreten können. Dies wird als Instabilität bezeichnet und kann eine bestehende Enge des Spinalkanals weiter verstärken  bzw. ein Wirbelgleiten (Spondylolisthese) hervorrufen.

Was wir Ihnen anbieten können:

  • Die modernen diagnostischen Möglichkeiten (MRT, CT, Myelo-CT) am HELIOS Park-Klinikum Leipzig ermöglichen es uns, die Schweregrade der Einengung des Spinalkanals und den Grad der Nervenbeeinträchtigung genau feststellen.
  • Da häufig Instabilitäten nicht mittels MRT (wird in Rückenlage durchgeführt) erfasst werden können, führen wir Röntgenaufnahmen im Stehen, in Beuge- und in Streckstellung durch (Funktionsaufnahmen), die ggf. durch eine Myelographie (Injektion von Kontrastmittel in den das Rückenmark umgebenden Raum) ergänzt werden. Hiermit lässt sich präzise erkennen, welche Segmente „instabil“ sind und ggf. eine Einengung des Spinalkanals provozieren.
  • Konservative Therapieoptionen bringen bei Spinalkanalstenose aufgrund des Fortschreitens der degenerativen Veränderungen in der Regel keine bedeutende Beschwerdelinderung mit sich. Folglich ist häufig eine operative Versorgung notwendig, die eine Dekompression des verengten Bereiches mit Freilegung der nervalen Strukturen und in manchen Fällen eine zusätzliche Stabilisierung des Segmentes beinhaltet.
  • Unsere Abteilung verfügt einerseits über umfassende Erfahrungen in allen Techniken der Nervendekompression und Stabilisierung. Andererseits verfügen wir über die entsprechenden technischen Voraussetzungen für einen sicheren und patientenschonenden Eingriff.
  • Nach der Operation ist es unser Ziel, eine schnellstmögliche Genesung zu befördern. Deshalb beginnen speziell geschulte Physiotherapeuten schon am ersten Tag nach der Operation mit der Mobilisation und Beübung. Wir führen die Nachuntersuchungen unserer Patienten selbst durch und stehen Ihnen somit bei Fragen zu stationärer Rehabilitation oder Reintegration in das Arbeitsleben persönlich zur Verfügung.

Dr. med. Jens Gulow

Chefarzt
Tel.: (0341) 864-22 98
Fax.: (0341) 864-21 71
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