HELIOS Park-Klinikum Leipzig

Skoliose, Spondylolisthese

Skoliosen bzw. Wirbelgleiten (Spondylolisthese) sind krankhafte Veränderungen der Wirbelsäule, die schon im Kindesalter auftreten können oder erst im Rahmen der altersbedingten Verschleißerkrankung der Wirbelsäule entstehen.

Es gibt verschiedene Ursachen für ein Wirbelgleiten (Spondylolisthese). Zum einen gibt es angeborene Fehlbildungen, die schon im Kindesalter zu einem Abgleiten der Wirbelsäule führen kann. Häufiger sind jedoch Veränderungen, die im Rahmen der normalen Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule (Spondylarthrose) auftreten.

Die auftretenden Beschwerden werden durch die Verschiebung der Wirbel zueinander hervorgerufen. Dies kann zu Einklemmungen von Nerven (Spinalnerven, Spinalkanalstenose) führen, ähnlich wie dies beim Bandscheibenvorfall oder der degenerativen Spondylarthrose beobachtet wird.

Deformitäten der Wirbelsäule, die aus seitlicher Verbiegung und Rotation der Wirbel (Skoliosen) entstehen, können bereits in der Kindheit, aber auch erst im Erwachsenenalter auftreten. Warum es zu einer Skoliose kommt, ist bislang nicht geklärt. Bei der so genannten "kongenitalen Skoliose" liegen häufig Entwicklungsstörungen der Wirbelkörper vor. Bei der "idiopathischen Skoliose" kommt es dagegen zu einem asymmetrischen Wachstum der Wirbel, während bei einer "neuromuskulären Skoliose" veränderte Muskelaktivitäten der Rumpfmuskulatur beobachtet werden können. Abhängig vom Grad der Verbiegung kann es sinnvoll sein, vorerst abwartend und mit regelmäßigen Nachkontrollen zu agieren. Es kann aber auch eine Ruhigstellung der Wirbelsäule in einem Korsett oder eine Operation erforderlich werden. Ziel eines operativen Eingriffs ist es, bei einer "idiopathischen Skoliose" die fortschreitende Verformung aufzuhalten. Bei einer "degenerativen Skoliose", die am häufigsten ab dem 60. Lebensjahr auftritt, geht es dagegen primär darum, operativ eine Linderung der Beschwerden und eine Dekompression der Nervenstrukturen zu erreichen.

Was wir Ihnen anbieten können:

  • Je nach Ausprägung und Mobilität der Deformität prüfen  wir zunächst die konservativen Therapieoptionen, z.B. die Anpassung eines individuell angefertigten Stützkorsetts, das wir vor Ort in Zusammenarbeit mit der Orthopädietechnik planen, anlegen und kontrollieren.
  • Sollte ein operatives Verfahren erforderlich sein, stimmen wir uns eng mit den Fachrichtungen von Anästhesie, Orthopädie, Neurologie und ggf. Pädiatrie ab, um im Rahmen einer individuellen Planung das geeignete Verfahren durchführen zu können.
  • Wir verfügen über umfassende Erfahrungen in allen Techniken der Korrekturspondylodese, Nervendekompression und Stabilisierung.
  • Bei umfangreichen Korrektureingriffen verwenden wir gegebenenfalls das intraoperative Neuromonitoring, mit dem wir während der Operation die Funktion der Nerven und des Rückenmarks kontinuierlich kontrollieren und damit eine größtmögliche Sicherheit bei der Durchführung der Operation gewährleisten können.

Dr. med. Jens Gulow

Chefarzt
Tel.: (0341) 864-22 98
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