HELIOS Park-Klinikum Leipzig

Osteoporotische Wirbelsäulenfraktur

Wirbelsäulenverletzungen können im Alter schon nach einem vergleichsweise harmlosen Unfall oder einer Bagatellverletzung auftreten. Durch möglicherweise struktur-geschwächte Knochen (Osteoporose) ist die Wirbelsäule zunehmend nicht mehr in der Lage, selbst kleinere Belastungsspitzen zu tolerieren. Es droht die Gefahr von Sinterungsfrakturen, bei denen die Wirbel in sich zusammensacken.

Schon ab dem 35. Lebensjahr kommt es zu einem schleichenden Verlust an Knochenmasse. Je nach persönlichem Aktivitätsniveau ist dies in stärkerem oder geringerem Maße nachweisbar. Auch die Wirbelsäule ist von diesen Veränderungen betroffen und verliert mehr und mehr an Stabilität. Die Beziehung der mikroskopisch kleinen Knochenbälkchen untereinander nimmt zunehmend ab und führt dazu, dass auch der Widerstand gegen im Stehen wirkende Kräfte geringer wird. In der Folge können selbst Bagatellbewegungen (etwa das Anheben einer schweren Einkaufstüte) zu einem plötzlichen Schmerzereignis im Rücken führen. Ein Röntgenbild bestätigt schließlich einen "zusammengesinterten", d. h. in sich zusammengesackten Wirbelkörper im Bereich der Brust- oder Lendenwirbelsäule. Es kann hierbei sogar zu mehreren Brüchen kommen und ein so genannter „Witwenbuckel“ entstehen.

Was wir Ihnen anbieten können:

  • Zur sicheren Diagnostik ist ein MRT der Wirbelsäule erforderlich. Wir führen dies im Rahmen einer stationären Komplexbehandlung direkt am HELIOS Park-Klinikum durch und ersparen Ihnen somit lange Wartezeiten auf einen ambulanten Untersuchungstermin.
  • Nach der Sicherung der Verletzung erfolgen zunächst konservative Therapiemaßnahmen unter Mitarbeit eines Schmerztherapeuten und Psychologen. Es werden dabei u. a. individuell auf den jeweiligen Patienten ausgerichtete Schmerzmittel verabreicht, zudem erfolgt eine verletzungsabhängige physiotherapeutische Beübung.
  • Tritt hierbei keine ausreichende Linderung der Beschwerden ein oder überschreitet das Bruchmuster und die dabei entstandene Fehlstellung der Wirbelsäule ein zu tolerierendes Maß, führen wir eine operative Stabilisierung durch.
  • Hierbei kommen in den meisten Fällen zementaugmentierende Verfahren wie die Kyphoplastie zum Einsatz. Das Ärzteteam  unserer Abteilung verfügt über langjährige Erfahrungen im Einsatz dieser minimal-invasiven Verfahren und beteiligt sich in diesem Bereich aktiv an der Entwicklung von bundesweiten Leitlinien.
  • Nach der Operation geht es uns um die schnellstmögliche Genesung unserer Patienten. Speziell geschulte Physiotherapeuten beginnen daher schon am ersten Tag nach der OP mit der Mobilisation und Beübung.
  • Unser Sozialdienst unterstützt Patienten und Angehörige im Kontakt mit den Kranken- und Rentenversicherungen und ist u.a. bei der Beantragung von Pflegestufen oder von einer möglicherweise notwendig gewordenen Unterbringung in einem Pflegeheim behilflich.

Dr. med. Jens Gulow

Chefarzt
Tel.: (0341) 864-22 98
Fax.: (0341) 864-21 71
E-Mail senden


Über uns