HELIOS Park-Klinikum Leipzig

Wenn es eng wird – von der Gefäßerkrankung zum Schlaganfall

Gesunde und verkalkte Arterie im Vergleich Quelle: HELIOS Park-Klinikum Leipzig

Bei der Leipziger Mittwochsvorlesung am 11. Mai im HELIOS Park-Klinikum erklärt Gefäßchirurg Zouheir Chaoui, warum in den Gefäßen Gefahren lauern

Jährlich wird am 10. Mai in Deutschland der Tag gegen den Schlaganfall begangen. Doch kann man wirklich etwas dagegen tun? Wir fragten nach, bei Dr. Zouheir Chaoui, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am HELIOS Park-Klinikum Leipzig.

Herr Dr. Chaoui, was hat ein Gefäßchirurg mit Schlaganfall zu tun?
Jährlich erleiden in Deutschland ca. 250.000 Menschen einen Schlaganfall. In rund ein Viertel bis ein Drittel der Fälle beruht dieser auf einer verringerten Durchblutung des Gehirns aufgrund krankhafter Veränderungen an den Halsschlagadern. Dabei wird die Halsschlagader, die so genannte Carotis, durch kalk- und fetthaltige Gefäßwandeinlagerungen eingeengt. An den Verengungsstellen, Stenosen genannt,  können sich Blutgerinnsel bilden, die ins Hirn embolisieren oder  zu einem Verschluss der Halsschlagader führen.

Welche Personen besitzen ein erhöhtes Risiko für eine Verengung der Halsschlagader?
Gefährdet sind zum überwiegenden Teil Patienten mit fortgeschrittener Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), die andere Gefäßprovinzen bereits befallen hat, z. B. Herz, Nierenschlagader Beinarterien. Auch Raucher, Patienten mit Fettstoffwechselstörung, Diabetiker, an Bluthochdruck Erkrankte und Menschen mit Niereninsuffizienz haben ein höheres Risiko.

Was kann man tun, wenn eine Gefäßverengung erkannt wird?
Werden Carotis-Engstellen rechtzeitig erkannt, können wir Gefäßchirurgen handeln. Die operative Behebung der Enge ist quasi eine Schlaganfallprophylaxe. Die OP wird dabei in Regionalanästhesie vorgenommen, was eine optimale neurologische Überwachung des Patienten während der Abklemmung ermöglicht und gleichzeitig Nebenwirkungen der Narkose wie Bluthochdruckkrisen und postoperative Herzinfarkte drastisch minimiert.

Und nach der OP ist alles gut?
Insgesamt handelt es sich um einen komplikationsarmen Eingriff, der Patienten vor den schlimmen Folgen eines Schlaganfalls effektiv bewahren kann. Der stationäre Aufenthalt in der Klinik beträgt nur wenige Tage. Doch die Operation ist nur Teil der Therapie. Die zugrunde liegenden Risikofaktoren für Arterienverkalkung, etwa Diabetes, müssen medikamentös behandelt werden. Auch eine bewusste Lebensweise – gesundes Essen, viel Bewegung – hilft.

Veranstaltungshinweis:
Mittwochsvorlesung „Wenn es eng wird – von der Gefäßerkrankung zum Schlaganfall“ mit Dr. Zouheir Chaoui,  am 11. Mai um 17 Uhr
im Hörsaal des HELIOS Park-Klinikum, Strümpellstr. 41,04289 Leipzig


Über die HELIOS Kliniken Gruppe
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 112 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 72 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, 18 Präventionszentren und 14 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin. HELIOS versorgt jährlich mehr als 4,7 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 35.000 Betten und beschäftigt rund 71.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro. Die HELIOS Kliniken gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius und sind Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

Pressekontakt

Juliane Dylus, Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation
Herzzentrum Leipzig | HELIOS Park-Klinikum Leipzig
Telefon: (0341) 865-21 91 | E-MAIL



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