HELIOS Park-Klinikum Leipzig

Erste Hilfe im Notfall – warum schnelle Reanimation so wichtig ist

Mittwochsvorlesung am 20. September zeigt wie Wiederbelebung richtig geht! 

Plötzlich Ersthelfer - eine Stresssituation, in der man alles richtig machen will. Dennoch trauen sich zu wenig Menschen die notwendigen Wiederbelebungsmaßnahmen auch zu. Im europaweiten Vergleich der Ersthelferrate liegt Deutschland auf einem dramatischen vorletzten Platz! Dabei gilt: "Wiederbelebung kann Leben retten. Jeder kann, darf und sollte eine Herzdruckmassage durchführen - auch wenn man das noch nie gemacht hat oder es lange nicht geübt hat", sagt Sven Erik Gudehus, Oberarzt in der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Herzzentrum Leipzig.

Warum ist die Herzdruckmassage so wichtig?

Vor allem auf Sauerstoff ist unser Gehirn zwingend angewiesen. Unser Blutkreislauf ist dafür verantwortlich, dass Sauerstoff ins Gehirn transportiert und Kohlenstoffdioxid ausgeleitet wird. Steht das Herz still, funktioniert dieser Kreislauf nicht mehr. "Dann sinkt der Sauerstoffgehalt im Gehirn rapide ab. Das führt schon nach wenigen Minuten zu irreversiblen Schäden - auch wenn schließlich das Herz wiederbelebt werden kann", erklärt Gudehus. Tatsächlich kann jeder zu jeder Zeit ganz unerwartet von einem Herzstillstand getroffen werden. Dann ist Schnelligkeit gefragt. Wiederbelebungsmaßnahmen sollten sofort eingeleitet werden, nicht erst, wenn der Rettungsdienst kommt.

Die Faustregel heißt: Prüfen, Rufen, Drücken!

  • Prüfen: Prüfen Sie zuerst die Reaktionsfähigkeit und Atmung des Bewusstlosen. Bleibt eine Reaktion aus und ist keine oder keine normale Atmung festzustellen, ist das Leben des Bewusstlosen akut in Gefahr.
  • Rufen: Fordern Sie über die 112 professionelle Unterstützung an. Beziehen Sie auch weitere Personen, die sich in der Nähe befinden, zur Unterstützung ein.
  • Drücken: Machen Sie den Brustkorb der bewusstlosen Person frei. Dann legen Sie Ihre eigenen Hände über der Mitte der Brust des Ohnmächtigen zusammen und beginnen schnell und fest zu drücken. 100 Mal pro Minute ist der richtige Takt zur Wiederbelebung. Die Herzdruckmassage sollte so lange durchgeführt werden, bis professionelle Hilfe eintrifft.

Der Appell des Intensivmediziners Sven Erik Gudehus: "Besuchen Sie einen Erste Hilfe-Kurs - oder probieren Sie es gleich am 20. September bei der Mittwochsvorlesung bei uns selber aus. Denn wer die richtige Reanimation geübt hat, kann im Ernstfall besser helfen."

 Veranstaltungstipp "Erste Hilfe im Notfall":

Im Rahmen der diesjährigen Woche der Wiederbelebung klärt die Leipziger Mittwochsvorlesung im Hörsaal des Herzzentrums Leipzig (Strümpellstr. 39) am 20. September um 17:00 Uhr darüber auf, warum schnelle Reanimation so wichtig ist und wie jeder erste Hilfe im Notfall leisten kann. Als Referent steht der Intensivmediziner Oberarzt Sven Erik Gudehus vom Herzzentrum Leipzig den Interessierten Rede und Antwort. Unterstützt wird er von Yvonne Hannes, erfahrene Reanimationstrainerin des Helios Bildungszentrums Leipzig.

Der Eintritt ist wie immer frei! Herzlich willkommen!

Über das Herzzentrum Leipzig:

Das Herzzentrum Leipzig bietet mit seinen 440 Betten und zehn tagesklinischen Betten in der Universitätsklinik für Herzchirurgie, der Universitätsklinik für Kardiologie - HELIOS Stiftungsprofessur (inkl. der Abteilung für Rhythmologie) und der Universitätsklinik für Kinderkardiologie sowie den Abteilungen für Anästhesiologie und Radiologie Hochleistungsmedizin rund um das Herz. Unter der Leitung international erfahrener Ärzte und namhafter Wissenschaftler arbeitet am Herzzentrum Leipzig ein Team von mehr als 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seit der Inbetriebnahme im September 1994 besteht mit dem Freistaat Sachsen und der Universität Leipzig ein Kooperations- und Nutzungsvertrag. Das rechtlich und wirtschaftlich selbständige Herzzentrum kooperiert eng mit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Seit 2014 ist das Herzzentrum Leipzig eine 100-prozentige Tochter der HELIOS Kliniken GmbH. 

Über die HELIOS Kliniken Gruppe
HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks "Wir für Gesundheit". Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro. HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.

Pressekontakt
Juliane Dylus,
Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation Herzzentrum Leipzig, HELIOS Park-Klinikum Leipzig
Telefon: (0341) 865-21 91 | E-Mail

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