HELIOS Park-Klinikum Leipzig

Neue Form der Chemotherapie erstmals in Leipzig

  • Aerosolchemotherapie bei Bauchfellkrebs sehr vielversprechend
  • Erste Patienten am HELIOS Park-Klinikum Leipzig erfolgreich behandelt
  • Bestätigung der interdisziplinären Zusammenarbeit am Park-Klinikum

 

Leipzig, 13. Juli 2015 – Magen-, Eierstockkrebs oder andere Tumore ziehen oft einen Krebsbefall des Bauchfells nach sich. Eine Krankheit, die bislang als unheilbar gilt. Die Betroffenen erhalten in der Regel eine Chemotherapie, die über die Venen verabreicht wird, die aber oft starke Nebenwirkungen und nur eine kurze Verlängerung der Lebenserwartung bedeutet.

 

Eine innovative Methode hat nun einen anderen Ansatz, indem in den betroffenen Bauchraum über Druck – ähnlich wie aus einer Sprayflasche – das Chemotherapeutikum eingebracht wird. Man spricht von Intraperitonealen Druck-Aerosolchemotherapie oder kurz PIPAC. „Das erfolgt über die minimalinvasive Schlüssellochtechnik und unter Bildgebung“, erklärt Professor Steffen Leinung, Chefarzt der Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Thoraxchirurgie am HELIOS Park-Klinikum Leipzig das Vorgehen. „Die Wirkweise ist in dem Fall lokal und trotzdem sehr effektiv“, so der Chirurg weiter. Erste veröffentlichte Studienergebnisse zur PIPAC-Technik machen Mut, da eine Ansprechrate von über 40 Prozent und eine vollständige Tumorrückbildung von 20 Prozent nachgewiesen werden konnten. Das heißt zwei von zehn Patienten waren in als unheilbar geltenden Zustand nach Anwendung der PIPAC-Methode tumorfrei. „Für Betroffene mit Bauchfellkrebs bedeutet die PIPAC-Methode einen echten Hoffnungsschimmer“, so Leinung.

 

Eine Patientin, die als austherapiert und unheilbar galt, konnte Professor Leinung bereits auf diesem Weg begleiten. Sie war auch zu Gast auf dem 7. Maisymposium des HELIOS Park-Klinikums und sprach gemeinsam mit dem Chirurgen über ihre Erfahrungen mit der PIPAC-Technik. Auch der Ärztliche Direktor des HELIOS Park-Klinikums, Priv.-Doz. Dr. Ulrich Halm, steht einer Einführung der PIPAC-Methode positiv gegenüber: „Es beweist unsere gute interdisziplinäre Zusammenarbeit und den gemeinsamen Willen, Innovationen schnell umzusetzen und für den Patienten nutzbar zu machen.“

 

Über die HELIOS Kliniken Gruppe
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 111 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 50 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, zwölf Präven-tionszentren und 15 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin. HELIOS versorgt jährlich rund 4,5 Millionen Patienten, davon 1,2 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 34.000 Betten und beschäftigt rund 68.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2014 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,2 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.
www.helios-kliniken.de

 

Pressekontakt
Annett Lott
Regionalleiterin Unternehmenskommunikation Region Ost
Herzzentrum Leipzig, HELIOS Park-Klinikum Leipzig
Telefon: (0341) 865-2191
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