HELIOS Klinik Leezen

Neuropsychologie

Das Gehirn ist das Organ unseres Denkens, Fühlens und Handelns. Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns führen neben den körperlichen Folgen auch oft zu Veränderungen in der geistigen Leistungsfähigkeit, im Verhalten und im emotionalen Befinden.


Neuropsychologische Diagnostik und Therapie


In der neuropsychologischen Therapie werden, abgestimmt auf die Ergebnisse einer eingehenden neuropsychologischen Diagnostik, Störungen geistiger Grundfunktionen wie Wahrnehmung, Konzentration oder Gedächtnis behandelt. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die persönlichen Ziele und Erwartungen des Patienten.
Ziel ist es, beeinträchtigte Fähigkeiten weitestgehend wieder herzustellen oder Kompensationsstrategien zu erlernen, um dem Patienten zu ermöglichen, für ihn bedeutsame Aktivitäten wieder auszuführen und am familiären, beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Die Vermittlung von Verhaltensstrategien für die Bewältigung des Alltags hat dabei einen besonderen Stellenwert. Gleichzeitig werden immer auch die Stärken des Patienten herausgearbeitet und seine Ressourcen aktiv genutzt.

Folgende Funktionen des Gehirns werden in der neuropsychologischen Therapie gezielt behandelt:

  • Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsfähigkeit
  • Orientierung und Gedächtnis
  • Visuelle Wahrnehmung und räumliche Informationsverarbeitung
  • Problemlösendes Denken und Planen
  • Gesichtsfeldausfälle und Nichtbeachtung von Informationen im Raum (Neglect)

Neuropsychologie in der Frührehabilitation

Auch schwer kranke und stark beeinträchtigte Patienten können von neuropsychologischer Förderung profitieren. Zu den zentralen Therapiezielen bei diesen Patienten gehört insbesondere das Wiedererlangen der Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit durch den schrittweisen Aufbau von Verhaltenskompetenzen. Da ein großer Teil der Frührehabilitationspatienten an Störungen des Bewusstseins und der Wachheit leidet, ist ein weiteres wichtiges Ziel die Aktivierung des Gehirns, zum Beispiel durch gezielte Reizung der Sinnessysteme. 

Krankheitsbewältigung

 Sowohl plötzlich auftretende als auch chronische Krankheiten bringen für die Betroffenen oft einschneidende Veränderungen des gewohnten Lebens mit sich. Die neue Situation erfordert nicht selten eine große Anpassungsleistung. Unsere Patienten stehen vor der Aufgabe, diese Veränderungen zu verstehen und sich zudem mit dem Verlust oder der Veränderung von Fähigkeiten, Wohlbefinden oder Zukunftsperspektiven auseinander zu setzen. Oft entstehen Gefühle der Trauer und Ohnmacht, aber auch Ängste und Fragen im Hinblick auf die Zukunft. Eine psychologische Begleitung hilft, sich in dieser schwierigen Situation zurecht zu finden, Mut zu entwickeln und neue Wege für eine positive Lebensgestaltung zu entdecken.


Das psychologische Angebot der HELIOS Klinik Leezen umfasst:

  • Beratende Gespräche zur Verbesserung des Befindens und zur Förderung von Bewältigungsstrategien
  • Beratung in Fragen der Lebensführung und Zukunftsplanung
  • Psychologische Interventionen zur Bewältigung von psychischen Belastungsreaktionen auf die Erkrankung wie z.B. Ängsten oder Depressionen
  • Krisenintervention
  • Erlernen von Entspannungsverfahren (z.B. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung)
  • Erlernen von Techniken der Stressbewältigung

Angehörigenberatung

 

Neben dem Patienten sind oft auch seine Familie und seine Angehörigen von den Erkrankungsfolgen unmittelbar betroffen. Die gewohnte Balance in Familie, Partnerschaft und sozialem Umfeld kann sich verändern und eine Neuorientierung erforderlich machen. Angehörige können deshalb bei uns Beratung und Begleitung in Anspruch nehmen. Außerdem geben wir Ihnen gerne Information zu neuropsychologischen Störungen, deren Verlauf und Behandlung. Für ein persönliches Gespräch können Sie sich jederzeit direkt an die Psychologen der HELIOS Klinik Leezen wenden.

Kontakt
Tel.:   03866-60-0 (Kontakt über Rezeption)
E- mail:  info-neuropsychologie.leezen@helios-kliniken.de
 

Auch schwer kranke und stark beeinträchtigte Patienten können von neuropsychologischer Förderung profitieren. Zu den zentralen Therapiezielen bei diesen Patienten gehört insbesondere das Wiedererlangen der Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit durch den schrittweisen Aufbau von Verhaltenskompetenzen. Da ein großer Teil der Frührehabilitationspatienten an Störungen des Bewusstseins und der Wachheit leidet, ist ein weiteres wichtiges Ziel die Aktivierung des Gehirns, zum Beispiel durch gezielte Reizung der Sinnessysteme.



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