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Blutspende/ Blutbank

Viele große medizinische Fortschritte sind heute nur möglich, wenn menschliches Blut in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Durch die moderne Notfall- und Intensivmedizin sowie neue Methoden und Therapieformen besteht ein großer Bedarf an Blutprodukten. Dabei kann durch Eigenblutspenden nur ein kleiner Teil des großen Blutbedarfs gedeckt werden. Durch einen Verkehrsunfall oder eine andere schwere Erkrankung kann jeder plötzlich in die Lage geraten, Bluttransfusionen zu benötigen. Deshalb ist es wichtig, daß jeder gesunde Erwachsene soziales Engagement zeigt, indem er Blut spendet. Nur dann lassen sich Schwierigkeiten bei der lebensrettenden Blutversorgung überwinden.

Blut ist ein flüssiges Organ!

 

Wer kann Blut spenden?

Jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 - 68 Jahren (Erstspender von 18-60 Jahren) kann Blut spenden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Körpergewicht von mehr als 50 Kg
  • Erfüllung der übrigen Spendebedingungen (Arztgespräch)
  • fester Wohnsitz

 

Wie werde ich Dauerblutspender?

Aus Gründen der Arzneimittelsicherheit möchten wir Sie als Dauerblutspender gewinnen, dessen Blut in regelmäßigen Abständen immer wieder untersucht wird. Um Dauerblutspender bei uns zu werden, müssen Sie sich zunächst einer Voruntersuchung unterziehen. Wenn die Voruntersuchung zufriedenstellend ausgefallen ist, dürfen Sie umgehend Blut spenden. Männliche Dauerblutspender können, sofern sie es möchten, alle 2 Monate Vollblutspenden leisten. Weibliche Spenderinnen sollten, da ihr Hämoglobin-Wert (roter Blutfarbstoff) natürlicherweise niedriger liegt, einen Mindestabstand von 3 Monaten zwischen zwei Blutspenden einhalten. Bitte bringen Sie Ihren gültigen Personalausweis mit.

 

Ablauf einer Blutspende
  • Anmeldung mit gültigem Personalausweis
  • Durchlesen und Ausfüllen der Spendeerklärung
  • Messung von Blutdruck, Puls, Hämoglobin (Blutfarbstoff) und Körpertemperatur
  • Die Blutspende von etwa 450 ml wird aus einer Armvene durch eine Venenkanüle entnommen; Dauer ca. 5 bis 10 Minuten.
  • Parallel dazu werden Blutproben für die Untersuchungen abgenommen (kein neuer Einstich notwendig!)
  • Nach der Blutspende wird die Einstichstelle am Arm mit einer Kompresse versorgt.

 

Der Blutverlust durch eine Blutspende wird nach der Entnahme in der Regel in nachstehender Reihenfolge ausgeglichen:

  • Kreislaufregulation innerhalb von 20 Minuten
  • Flüssigkeitsausgleich innerhalb von 2 Stunden
  • Plasmaeiweißersatz innerhalb von 2 Tagen
  • Ersatz von Blutzellen innerhalb von 2 Wochen
  • Eisenverlustausgleich innerhalb von 2 Monaten (bei Frauen auch länger)

 

Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung, die sich auszahlt. Ihre Parkgebühren im hauseigenen Parkhaus werden selbstverständlich erstattet.

 

Welche Komplikationen sind bei der Blutspende möglich?

Normalerweise treten nach einer Blutspende keine Störungen des körperlichen Wohlbefindens auf. Störungen wie unregelmäßige Herztätigkeit, kurzzeitige Bewußtlosigkeit, Sauerstoffmangel, Kreislaufkollaps sowie stärkere Nachblutungen sind selten, ebenso wie Fehlpunktionen mit Blutergüssen, Reizungen und Schädigungen von Blutgefäßen und Nerven sowie Entzündungen an der Einstichstelle. Weitere Einzelheiten erläutert Ihnen gerne der untersuchende Arzt.

 

Wie soll ich mich vor und nach der Blutspende verhalten?
  • Am Abend vor und nach der Spende sollte auf Alkoholgenuß verzichtet werden.
  • Kommen Sie nicht zur Spende, ohne gegessen zu haben. Vermeiden Sie aber bitte dabei stark fetthaltige Speisen.
  • Nehmen Sie vor und besonders nach der Spende reichlich Flüssigkeit zu sich.
  • Nach der Blutspende drücken Sie zur Blutstillung bitte ca. 10 Minuten kontinuierlich bei gestrecktem Arm auf die Tupfer über der Einstichstelle.
  • Melden Sie jedes Unwohlsein während und nach der Spende sofort dem Pflegepersonal.
  • Warten Sie mindestens 30 Minuten, bevor Sie den Blutspendedienst verlassen und 12 Stunden, bevor Sie eine Tätigkeit ausüben, bei der Sie durch einen Schwächeanfall sich und andere gefährden können (z.B. Busfahrer, Kranführer, Dachdecker).
  • Schwere körperliche Belastungen werden für die ersten 24 Stunden nach einer Blutspende nicht empfohlen.
  • Kommen Sie nur zur Blutspende, wenn Sie sich völlig wohl fühlen.

 

Weiterverarbeitung der Blutspende

Zentrifugation und Komponententrennung
Das Blut wird durch Zentrifugation in Blutplasma und Erythrozytenkonzentrat (rote Blutkörperchen) aufgetrennt. Durch eine zusätzliche Zentrifugation wird ein Thrombozytenkonzentrat (Blutplättchen) hergestellt.

 

Lagerung und Haltbarkeit 

Blutprodukt

Lagertemperatur

Haltbarkeit

Blutplasma

- 30° C

2 Jahre

Erythrozytenkonzentrat

+ 4° C

42 Tage

Thrombozytenkonzentrat

20 - 24° C

5 Tage

 

Wann und wo Spenden?

Bitte stellen Sie sich zu den normalen Spendezeiten in der Blutbank im Untergeschoss des Hauptgebäudes (Operative Kliniken) vor.

Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Wartezeiten fallen im Regelfall nicht an.

So erreichen Sie uns

Institut für Hygiene und Laboratoriumsmedizin

 

Prof. Dr. med.

Carl Heinz Wirsing von König

Institutsdirektor 

 

Dr. med. Udo Voelker

Oberarzt Blutbank/ Ärztliches Qualitätsmanagement

 

Lutherplatz 40

47805 Krefeld

 

Telefon: (02151) 32 2411  

Telefax: (02151) 32 2053

 

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