. .

Das Institut für Pathologie

Die Aufgaben eines Institutes für Pathologie sind weit gefächert und lassen sich mit den drei Stichworten Diagnostik, Qualitätskontrolle und Weiterbildung umreißen.

 

Die Hauptaufgabe der Pathologie besteht in der Krankheitsdiagnostik an Zellen (Zytologie) und Geweben (Histologie) lebender Patienten. Hierzu werden Zellen und Gewebe angefärbt und mikroskopisch beurteilt. Der Pathologe setzt dazu ergänzende Techniken ein. Mittels sogenannter Immunhistochemie können Proteine oder andere große Moleküle in Zellen oder Geweben nachgewiesen werden und diese Zellen oder Gewebe und ihre krankhafte Veränderung charakterisiert werden. Zunehmend werden auch andere molekulare Techniken (Molekularpathologie) eingesetzt, die direkt genetische Veränderungen zum Beispiel in Tumorgeweben identifizieren helfen und unter anderem Auskunft geben, ob ein Tumor auf eine bestimmte Behandlung ansprechen wird oder nicht. Jede definitive Tumordiagnose wird durch den Pathologen gestellt. Diese Befunde werden in sog. Tumorkonferenzen mit Radiologen und behandelnden Ärzten diskutiert, um eine auf den individuellen Patienten angepasste Therapiestrategie zu erarbeiten. 

 

Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Qualitätskontrolle zu Lebzeiten erhobener Befunde und die Erfassung und Bewertung von Therapien an Verstorbenen durch eine innere Leichenschau (Autopsie). Die innere Leichenschau durch den Pathologen erfolgt immer nach Zustimmung durch den Patienten zu seinen Lebzeiten oder durch die nächsten Angehörigen. Die innere Leichenschau wird mit großem Respekt und Dank gegenüber dem Verstorbenen durchgeführt und ist die letzte Handlung eines Arztes mit dem Ziel, am Verstorbenen für die Lebenden zu lernen. Sie erhebt ohne Mikroskop (Makroskopie) und mit Mikroskop einen vollständigen Befund über die sichtbaren Veränderungen im Körper eines verstorbenen Patienten. Diese Befunde werden mit den zu Lebzeiten erhobenen oder nicht erkannten Befunden abgeglichen, in einem Autopsieprotokoll erfasst und mit den behandelnden Ärzten diskutiert. Somit ist die innere Leichenschau ein wichtiger Baustein der Selbstkontrolle und Weiterbildung der Ärzte. Der Autopsiebefund kann ferner eine Grundlage für gutachterliche Stellungnahmen darstellen, ob möglicherweise eine Berufserkrankung vorlag.

 

Weiterbildung und Lehre stellen eine weitere Säule des Faches Pathologie dar. Die Pathologie ist ein Fach, das in alle Bereiche der Medizin hineinwirkt, neue Konzepte von Erkrankungen zum Beispiel mit Erkenntnissen aus der Zell- und Molekularbiologie, Molekulargenetik und Zytogenetik entwickelt, in die Diagnostik umsetzt und weiter vermittelt. Sie vermittelt diese Konzepte an Operationspräparaten und kleinen Gewebeproben, wie auch durch Autopsien.

So erreichen Sie uns

Institut für Pathologie

 

Priv.-Doz. Dr. med.

Bernhard Hemmerlein

Institutsdirektor

 

Priv.-Doz. Dr. med.

Bastian Gunawan

Leitender Oberarzt 

 

Lutherplatz 40

47805 Krefeld

 

Sekretariat: Anja Civello

 

Telefon: (02151) 32 2923 

Telefax: (02151) 32 2024

 

E-Mail