Die Neuroradiologie des Instituts für Röntgendiagnostik am Klinikum Krefeld befasst sich mit Neuroradiologischer Diagnostik und Therapie von Patienten mit Erkrankungen und Veränderung des Nervensystems und seiner Hüllen. Die Neuroradiologie findet in enger Zusammenarbeit mit der Neurologischen Klinik und der Klinik für Neurochirurgie unter Berücksichtigung der Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie statt.
Ein Schwerpunkt ist die Behandlung von Patienten mit Hirnarterienaneurysmen.
Hier wird das Hirnarterienaneursyma endovaskulär mittels elektrolytisch ablösbaren Platinmikrospiralen, sogenannter "Coils", aus der Zirkulation ausgeschaltet mit dem Ziel eine (erneute) Subarachnoidalblutung zu verhindern. Diese Methode hat in den letzten Jahren die neurochirurgische Behandlung des Aneurysmas („Mikrochirurgisches Clipping“) zunehmend abgelöst und wird am HELIOS Klinikum Krefeld seit Mai 2001 durchgeführt. Seitdem sind über 200 Aneurysmen behandelt worden.
Bei Dr. med. R. Dörbecker können sich Patienten mit Hirnarterienaneurysma über Chancen und Risiken einer Behandlung beraten lassen.
Termine können unter Tel. (02151) 322563 oder per E-Mail vereinbart werden.
In der Neuroradiologischen Diagnostik werden moderne Schnittbildverfahren wie die Kernspintomographie und die Computertomographie angewendet. Als weiteres Verfahren wird die Myelographie in Verbindung mit einem anschließenden CT bei entsprechenden Fragestellungen durchgeführt.
Katheterangiographien in hochauflösender DSA-Technik mit selektiver Sondierung der hirnversorgenden Gefäße ist ein Standartverfahren zur extra- und intrakraniellen Gefäßdiagnostik, welches komplikationsarm beispielsweise bei degenerativen Gefäßerkrankungen, Gefäßmißbildungen und Tumoren des Gehirns und seiner Hüllen durchgeführt wird.
Die Angiographie kann prinzipiell auch ambulant durchgeführt werden.
Die Neuroradiologische Therapie beinhaltet nicht nur neurointerventionelle Maßnahmen wie beispielsweise die Behandlung von Hirnarterienaneurysmen wie oben beschrieben.
Weiterhin wird die präoperative Embolisation von Tumoren der Hirnhäute („Meningeome“) durchgeführt. Hierbei wird der Tumor bzw. tumorversorgende Gefäße mit einer Partikelsuspension devaskularisiert. Dadurch kann das Risiko der Operation verringert werden.
Als weitere Maßnahmen können bestimmte arteriovenöse Malformationen ("Angiome") behandelt werden, in der Regel im interdisziplinären Konzept mit der Neurochirurgischen Klinik und mit Radiochirurgischen Maßnahmen am Gamma Knife Zentrum, Krefeld.