Die Strahlentherapie ist eine hochwirksame Methode, um das Tumorwachstum örtlich zu kontrollieren, bösartige Tumoren neigen aber häufig auch zur Bildung von weiter entfernten Tochtergeschwülsten, sog. Metastasen. Die Tumorbehandlung mit speziellen Medikamenten, sog. Zytostatika, wird auch Chemotherapie genannt. Die Chemotherapie dient einmal dazu, die Entstehung von Absiedlungen zu verhindern oder vorhandene Absiedlungen zu bekämpfen, aber auch, um die Wirkung der Bestrahlungen am Tumor zu verstärken. Bei vielen Tumorerkrankungen wird darum die Chemotherapie parallel zur Bestrahlung eingesetzt, bei anderen auch vor Beginn der Strahlentherapie.
Supportivtherapie
Viele an einem Tumor erkrankte Menschen leiden an leichter Ermüdbarkeit und Appetitmangel. Stärkere Gewichtsabnahme beeinträchtigt aber die Fähigkeit des Körpers, die Tumorerkrankung zu besiegen, durch Bestrahlungen und Medikamente allein kann dies nicht geschehen. Ist der Tumor im Kopf- Hals- Bereich oder in der Speiseröhre gelegen, so ist die Nahrungsaufnahme auch häufig durch Engstellen im Rachen oder der Speiseröhre behindert. Hinzukommt die Entzündung der Schluckwege, falls diese im Bestrahlungsfeld liegen.
Um eine stärkere Gewichtsabnahme zu verhindern, werden zunächst spezielle trinkbare Nährlösungen eingesetzt ("Astronautenkost"), nicht selten muss der natürliche Ernährungsweg aber umgangen werden, indem ein direkter Zugang zur Sondenernährung in dem Magen gelegt wird (PEG), zusätzlich wird zu Infusionszwecken durch die Gefäßchirurgen in örtlicher Betäubung häufig auch ein spezieller Zugang in eine große obere Körpervene gelegt (PORT). Dies geschieht, um die geplante Behandlung in voller Dosis und ohne Zeitverzögerung durchführen zu können, denn nur dann ist der volle Therapieeffekt gesichert.