In Deutschland erkranken jährlich etwa 9.000 Frauen an einem bösartigen Tumor der Eierstöcke. Damit ist das Ovarialkarzinom die dritthäufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Die Behandlung betroffener Patientinnen ist derzeit trotz international herausragender Forschungsergebnisse verbesserungswürdig, ein Drittel der Betroffenen wird nicht nach etablierten Standards behandelt, bestätigt das Ergebnis von Analysen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) – Organkommission Ovar.
Die Frauenklinik am HELIOS Klinikum Krefeld ist als Schwerpunktklinik für die operative Behandlung des Eierstockkrebses benannt worden. Damit wird sowohl die Erfahrung unsere Operateure als auch die klare Schwerpunktbildung innerhalb der Klinik besonders hervor gehoben. Wir zählen zu den vier Kliniken in der Region Rheinland, die an dem Projekt "Integrierte Versorgung Ovarialkarzinom" teilnehmen.
Die Therapie des Eierstockkrebses besteht in der operativen Entfernung möglichst aller bösartigen Tumorherde und der anschließenden Chemotherapie. Wichtig ist zu wissen, dass auch bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs mit ausgedehntem Befall des Bauchfells oder der umliegenden Organe – anders als bei vielen anderen Tumoren – durchaus noch eine Heilung möglich ist. Dies erfordert allerdings ein optimales Operationsergebnis wie auch eine optimale anschließende Chemotherapie. Eine schlechte Operation kann nicht durch eine sehr gute Chemotherapie kompensiert werden, ebenso wenig eine nicht ausreichende Chemotherapie durch eine sehr gute Operation.
Im Rahmen unseres Schwerpunktes "Ovarialkarzinom" nehmen wir zudem gemeinsam mit Prof. Dr. med. A. Du Bois (Wiesbaden) und PD Dr. med J. Sehouli (Charité/ Berlin) an mehreren klinischen Studien teil. Hierdurch können wir Sie nach neuesten wissenschaftlichen Therapiekonzepten behandeln.