Es besteht erstmalig die Möglichkeit einer interdisziplinären und multiprofessionellen Behandlung und Betreuung von Betroffenen aus einer Hand. Dies wird durch die intensive Zusammenarbeit der einweisenden Gynäkologen mit der gynäkologischen Klinik gewährleistet. In Verbindung mit der Umsetzung von wissenschaftlich gesicherten Qualitätsstandards wird eine umfassende Optimierung der Behandlungsqualität erreicht.
Das Projekt
An dem Projekt nehmen zunächst vier Kliniken in der Region Rheinland teil, die über eine hohe Expertise in der Behandlung des Ovarialkarzinoms verfügen. Die an der integrierten Versorgung teilnehmenden niedergelassenen Frauenärzte weisen Patientinnen mit der Verdachtsdiagnose Ovarialkarzinom in eine dieser Zentren ein. Die Betroffenen werden dort interdisziplinär operiert und therapiert. Postoperativ stellen sich die Patientinnen wieder bei ihrem betreuenden Frauenarzt vor. Sie haben zusätzlich die Möglichkeit, sich in halbjährlichen Abständen in der primär operierenden Klinik vorzustellen. Intensive Beratung und umfassende Informationen versetzen die Patientinnen in die Lage, die Behandlungsschritte gemeinsam mit dem behandelnden Arzt zu besprechen und so aktiv am Behandlungsprozess mitzuwirken.
Die Dokumentation
Alle erhobenen klinischen Daten – von der Diagnosestellung beim Frauenarzt über die operative wie onkologische Therapie in der Klinik bis hin zu den Ergebnissen der Nachuntersuchungen – werden in einer Verlaufsstudie dokumentiert.
Hohe Qualitätsanforderungen
Durch die Zusammenführung aller patientenbezogenen Daten kann die Behandlung des Eierstockkrebses in ihrem therapeutischen Nutzen sowohl überprüft als auch kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die am Behandlungskonzept Beteiligten profitieren von diesem integrierten Versorgungsangebot profitieren, da die Therapie einerseits auf der Basis international festgelegter Leitlinien und Standards (Evidence based medicine) erfolgt, und andererseits sehr hohe überprüfbare Qualitätsanforderungen an den gesamten Behandlungsprozess gestellt werden.
Die Nachsorge
Für alle an der Integrierten Versorgung Ovarialkarzinom teilnehmenden Patientinnen, besteht zusätzlich das Angebot die Nachsorgeuntersuchungen (6 und 12 Monate nach der Operation) in der Frauenklinik in Anspruch zu nehmen.