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Umfassendes Aufgabenfeld

Zu den häufigsten hier behandelten Krankheitsbildern zählen Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen sowie Diabetes mellitus und schwere Systemerkrankungen aus dem Bereich der Rheumatologie. Entsprechend der Altersstruktur der deutschen Bevölkerung wird die Anzahl der Patienten mit den Volkserkrankungen Bluthochdruck und Diabetes mellitus weiter ansteigen. Bereits heute beträgt ihr Anteil zwei Drittel aller behandelten Patienten in der Medizinischen Klinik III. Die kompetente nachstationäre Behandlung von Patienten mit diabetologischen und rheumatologischen Erkrankungen erfolgt in der modern ausgestatteten Tagesklinik.

 

Für Patienten mit nephrologischen Krankheitsbildern wurde eine spezielle nephrologische Ambulanz eingerichtet. Die Behandlung des akuten Nierenversagens bildet einen weiteren Schwerpunkt des umfassenden internistischen Aufgabenspektrums und erfolgt auf insgesamt vier Intensivstationen nach modernsten medizinischen Gesichtspunkten. 

 

Durch Mitarbeiter der Medizinischen Klinik III werden insgesamt mehr als 50 Intensivbetten für Patienten mit zum Teil schwersten nephrologischen Krankheitsbildern versorgt. Pro Jahr werden im vollstationären Bereich ca. 1.500 Patienten, in der Tagesklinik ca. 400 Patienten und ambulant ca. 600 Patienten betreut. Darüber hinaus erfolgen 30.000 Dialysen ambulant. Hinzu kommen 3.000 stationäre und über 2000 Intensivdialysen. Im Bereich der Intensivdialysen werden derart hohe Zahlen nur an wenigen Kliniken in Deutschland erreicht, die Anzahl übertrifft selbst jene der meisten deutschen Universitätskliniken.

Zeitgemäße Diagnose- und Behandlungsmethoden

Im Bereich der Nephrologie und Bluthochdruck-Therapie stehen moderne leistungsstarke Ultraschalltechniken, farbkodierte Duplex-Ultraschallmethoden, Nierenbiopsiemethoden, Urin-Diagnostik wie insbes. die Phasenkontrastmikroskopie sowie Bioimpedanzmessungen zur Abklärung des Flüssigkeitshaushaltes des Körpers zur Verfügung. Die sonographisch gesteuerte perkutane Nierenbiopsie und ihre Beurteilung wird in enger Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Udo Helmchen im  Deutschen Nierenregister am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf durchgeführt. Zu den Behandlungsmethoden der Medizinischen Klinik III gehören alle Nierenersatzverfahren wie die Hämodialyse (sowohl Tag- und Nachtdialyse, Limited-Care-Dialyse, Heimhämodialyse), die Hämofiltration, die Hämodiafiltration und die Bauchfelldialyse (täglich, nächtlich und maschinengesteuert), weiterhin die Plasmapherese (zur Entfernung toxischer Plasmabestandteile wie z.B. bei EHEC induziertem HUS/TTP oder speziellen neurologischen Krankheitsbildern), die Lipidapherese sowie die Immunadsorption bei schweren Autoimmunerkrankungen. Eine sympathische Denervation der Nierenarterien wird bei schwerer arterieller Hypertonie  in Zusammenarbeit mit der Kardiologie und Angiologie durchgeführt.

Für alle genannten Verfahren besteht sowohl ärztlicher- als auch pflegerischerseits eine 24-Stunden Rufbereitschaft.

 

Im Bereich der Diabetologie behandelt die Medizinische Klinik III Patienten mit Typ-1 /-2 /-3 und Typ-4 Diabetes mellitus mit und ohne Insulintherapie. Die Patienten werden in der Medizinischen Tagesklinik III und auf der Schwerpunktstation M1 von einem Diabetes Team bestehend aus Diabetologen, Diabetesberaterinnen sowie Pflegepersonal mit langjähriger Berufserfahrung in der Diabetologie betreut. Im Notfall erfolgt die Versorgung der Diabetiker Tag und Nacht über die internistische Notaufnahme. Auch werden alle Patienten mit Diabetes mellitus, die in anderen Fachabteilungen untergebracht sind, bei medizinischer Notwendigkeit in Form eines Konsils am Bett des Patienten versorgt. Die Schulung der Diabetiker wird mittels Einzel- oder Gruppenschulungen nach anerkannten Schulungsprogrammen (ZI) durchgeführt. Behandlungsschwerpunkte sind die Versorgung komplexer diabetologischer  Krankheitsbilder wie z.B. akute Stoffwechselentgleisungen und die Erkennung und Behandlung von Folgeerkrankungen wie die diabetische Nierenerkrankung oder das diabetische Fußsyndrom. Letzteres erfolgt in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Kooperationspartnern in der Wundversorgung und der Gefäßmedizin (Angiologie, Gefäßchirurgie) sowohl stationär als auch ambulant. Die Betreuung von Patienten mit einer Insulinpumpe erfolgt sowohl in der Medizinischen Tagesklinik III als auch stationär. Die Betreuung von schwangeren Diabetikerinnen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Frauenklinik, die Patientinnen werden regelmäßig bis zur Entbindung über die Tagesklinik betreut. Die  Medizinischen Klinik III ist als stationäre Behandlungseinrichtung für Patienten mit Typ1 und Typ2 Diabetes von der Deutschen Diabetesgesellschaft DDG anerkannt. Sie ist DMP Krankenhaus für Typ1 und Typ2 Diabetiker und anerkannte Fußbehandlungseinrichtung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) im stationären und ambulanten Bereich. 

 

Im Bereich der Rheumatologie werden moderne, langwirksame Basistherapien sowie die Immunadsorption zur Behandlung therapierefraktärer rheumatologischer Krankheitsbilder angewandt. Diagnostisch wird eine ausführliche Anamnese erstellt, der rheumatologische körperliche Untersuchungsbefund erhoben und um zeitgemäßen Messmethoden wie differenzierter Ultraschalluntersuchung und Gelenksonographie ergänzt.                                                                              

 

Im Bereich der Endokrinologie werden vornehmlich Erkrankungen der Schilddrüse, Nebennieren mit modernster Technik abgeklärt und therapiert.

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Innere Medizin/ Klinik III

 

Prof. Dr. med. Dieter Bach

Klinikdirektor

 

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