HELIOS Klinikum Krefeld

HELIOS Herzzentrum Niederrhein: Rhythmuswechsel in der kardialen Elektrophysiologie

Neuer Chefarzt am Herzzentrum Niederrhein, Rhythmologie

Privatdozent Dr. Dong-In Shin (rechts) verstärkt seit Mai das chefärztliche Kompetenzteam des HELIOS Herzzentrums Niederrhein aus Prof. Dr. med. Heinrich Klues (Mitte rechts), Priv.-Doz. Dr. med. Alexander Bufe (Mitte links) und Prof. Dr. med. Franz-Xaver Schmid (links).


Mit Privatdozent Dr. med. Dong-In Shin als neuem Chefarzt vollzieht das HELIOS Herzzentrum Niederrhein auch im Bereich der kardialen Elektrophysiologie einen Qualitätssprung in die High-End Herzmedizin. Vor seinem Wechsel war der 42-Jährige Leiter der Abteilung für Rhythmologie am Universitätsklinikum Düsseldorf. In seinem Bereich zählt der gebürtige Hildener deutschlandweit zu den führenden Spezialisten für Herzrhythmusstörungen.

 

Zum 1. Mai hat Priv.-Doz. Dr. Dong-In Shin die Leitung der Rhythmologie am HELIOS Herzzentrum Niederrhein übernommen. Dort verstärkt er das Chefarzt-Team um Prof. Dr. med. Heinrich Klues, Priv.-Doz. Dr. med. Alexander Bufe und Prof. Dr. med. Franz-Xaver Schmid. Zu den Schwerpunkten des 42-Jährigen zählt die kathetergestützte Behandlung komplexer Herzrhythmusstörungen, insbesondere von Vorhofflimmern und ventrikulären Tachykardien (VT). Zuvor verantwortete Dr. Shin die Rhythmologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, wo er zudem als stellvertretender Direktor der Klinik für Kardiologie amtierte. In den zurückliegenden sechs Jahren etablierte er dort eine eigenständige Abteilung zur interventionellen Therapie von Arrhythmien mit jährlich rund 700 kathetergestützten Spezialeingriffen am Herzmuskelgewebe, sogenannten Ablationen.

 

Am HELIOS Klinikum Krefeld entsteht unter seiner Ägide ein zentraler Versorgungsschwerpunkt für Patienten mit riskanten, behandlungsbedürftigen Herzrhythmusstörungen aus der Region. Dazu werden die Kapazitäten der Arrhythmiesprechstunde ausgeweitet, in der alle Patienten mit der Frage nach interventionellen Therapieoptionen vorgestellt werden können. Auch die technische Ausstattung im Herzkatheterlabor wurde umfangreich aufgerüstet, so dass heute zwei verschiedene 3D-Mappingverfahren zur Kartierung und räumlichen Darstellung des Herzens sowie unterschiedliche Energieformen (Radiofrequenz- und kryothermale Energie) zur Behandlung von Arrhythmien zur Verfügung stehen. „Die Dynamik des hiesigen Herzzentrums war auch für uns in Düsseldorf nicht übersehbar. Der Kombination aus High-Tech Medizin eines Maximalversorgers und der konsequenten Förderung von medizinischer Qualität kann man schwer widerstehen, so dass ich stolz bin, ein Teil dieses Teams sein zu dürfen“, erläutert der neue Chefarzt seinen Wechsel nach Krefeld.

 

Die Faszination für die kardiale Rhythmologie liegt für Shin in ihrer Komplexität. „Ein einfaches EKG reicht aus, um bei vielen Arrhythmien den exakten Ursprungsort zu erkennen. Zugleich erfordert die Behandlung von Herzrhythmusstörungen langjährige Erfahrung, großes manuelles Geschick und modernste Medizintechnik. Diese Ambivalenz aus Einfachheit und Komplexität hat und wird die Rhythmologie stets begleiten und fasziniert, wenn man einmal Feuer gefangen hat.“ Es gilt vor allem, elektrische Signalmuster aus allen relevanten Anteilen des Herzens zu erkennen und sinnvoll zu interpretieren. Die mehr als 20 verschiedenen Herzrhythmusstörungen unterscheiden sich in ihrem Beschwerdebild, ihrer Gut- bzw. Bösartigkeit und den Behandlungsmöglichkeiten. Es ist nun die Aufgabe eines Rhythmologen, für jeden Patienten die geeignete Therapieform zu wählen und anzuwenden. Durch die gezielte Zerstörung von Herzmuskelgewebe mittels Anwendung von Wärme- oder Kälteenergie, können heute die meisten Herzrhythmusstörungen gebessert oder auch geheilt werden. Dazu werden elektrische Verbindungen zumeist unterbunden oder auch umgeleitet. „Es ist also nicht allzu weit hergeholt, wenn ich mich in meiner Funktion und Tätigkeit als Elektriker des Herzens betrachte.“

 

Das Medizinstudium absolvierte der Familienvater an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine klinische Ausbildung zum Internisten, Kardiologen und Rhythmologen erfolgte am Herzzentrum Wuppertal (Prof. Dr. H. Gülker) und am Krankenhaus Porz (Prof. Dr. M. Horlitz). Dr. Shin, der über die Erfahrung von mehr als 4.000 Katheterablationen verfügt, ist von der deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) im Bereich der „Speziellen Rhythmologie“ zertifiziert und als Ausbilder zum Erwerb dieser Schwerpunktausbildung akkreditiert. Es besteht eine enge wissenschaftliche und klinische Vernetzung zu nationalen rhythmologischen Schwerpunktzentren. Regional wurde das Versorgungsnetzwerk „Rhythmologie Rhein-Ruhr“, dem aktuell sechs Schwerpunktzentren in NRW angehören, von Shin mitbegründet. In seiner Freizeit stehen neben der Familie regelmäßiges Joggen und Kochen auf dem Programm.

 

Weitere Informationen zum Leistungsspektrum der Klinik finden Sie hier

 

 

Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 112 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 72 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, 18 Präventionszentren und 14 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

 

HELIOS versorgt jährlich mehr als 4,7 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 35.000 Betten und beschäftigt rund 71.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro. Die HELIOS Kliniken gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius und sind Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.

 

Pressekontakt
HELIOS Klinikum Krefeld
Marina Dorsch
Leiterin Unternehmenskommunikation
Telefon: 02151 32-1433
E-Mail: marina.dorsch@helios-kliniken.de

 

 




Über uns