HELIOS Klinik Kipfenberg

  • Kinästhetik kann wörtlich übersetzt werden mit „Lehre von der Bewegungsempfindung“.
    Kinästhetik hat ihren Ursprung in der Anleitung zum Tanz. Die klinische Psychologin Dr. Lenny Maeitta und Choreograph Dr. Frank Hatch, haben dieses Modell entwickelt, um Menschen ein Instrument zu geben, andere in ihren Bewegungsmustern zu unterstützen.

    Wie die natürliche, fließende Bewegung des Brustkorbs beim Atmen hat jede Bewegung des Körpers einen eigenen Rhythmus. Die Kinästhetik versucht diesen Bewegungen zu folgen und die Erkenntnisse in die Pflege zu integrieren. Der Patient wird aktiv in den Pflegeprozess eingebunden, erhält so mehr Verantwortung und entlastet gleichzeitig die Pflegetherapeuten.

    Zielsetzungen der Kinästhetik

    • Konzentration auf Potenziale und Ressourcen des Patienten
    • Entlastung der Pflegetherapeuten
    • Vermeidung körperlicher von Personal und Patienten
    • Steigerung der Motivation von Patient und Personal
    • Positive Gesundheitsentwicklung
  • Die Facio-orale Trakt Therapie hat ihre Wurzeln im Bobath Konzept und beschäftigt sich mit neurogenen Beeinträchtigungen der Mimik, der Stimme, des Schluckens und der Atmung. Ähnlich wie das Bobath-Konzept analysiert es die Haltungs- und Kontrollmechanismen, die eine normale Sensibilität fördern und dadurch die Bewegungen der Gesichts- und der Nackenmuskulatur beeinflussen.

  • Das Bobath Konzept spielt eine zentrale Rolle in unserer Klinik. Obwohl es bereits vor 50 Jahre entwickelt wurde, ist es bis heute ein wichtiger Bestandteil der neurologischen Rehabilitation.

    Die therapeutischen Überlegungen basieren auf der genauen Analyse von Alltagshandlungen. Die Basis für diese Analysen bildet die Studie der normalen Bewegungsabläufe. Das Wiedererlangen der Kontrolle von Haltung und Gleichgewicht, als Voraussetzung für zielgerichtete Alltagsaktivitäten, ist die Grundlage dieser Therapieform.

  • Mit schwer kranken Menschen in Kontakt zu treten ist schwierig, doch auch Sie wollen kommunizieren. Die Basale Stimulation kann eine Tür aufstoßen und einen solchen Kontakt herstellen. Mit den Mitteln der Basalen Stimulation wird die nichtsprachliche Kommunikation gezielt fördert und unser Bewusstsein für die Reaktionen der schwerkranken Patienten gestärkt: Denn schon der Herzschlag des Menschen sagt sehr viel über dessen Verfassung aus.

    Der Behandlungsansatz wurde in der Pflege entwickelt und findet dementsprechend im Pflegealltag statt, er kann aber von allen Berufsgruppen umgesetzt werden. Reaktionen anders zu interpretieren als es vielleicht auf den ersten Blick wirkt, eröffnet neue Wege der Kommunikation.

  • Das Affolter-Modell® wird bei der Behandlung entwicklungsgestörter Kinder eingesetzt, hat sich aber besonders in der Therapie von Menschen mit schweren Erkrankungen des Zentralen Nervensystems oder eine Verletzung des Hirns bewährt.
    Patienten mit einer Hirnschädigung nehmen ihre Umwelt meist nur undeutlich wahr und können schwer in Kontakt mit ihr treten. Um diesen Menschen eine bessere Wahrnehmung zu ermöglichen, unterstützen sie die Therapeuten bei ihrer Bewegung. Auf diese Weise können die Betroffenen durch „geführte“ Alltagshandlungen wie Anziehen, oder Waschen ihre Umwelt spürend erleben.

    Die Grundlagen des Modells werden bis heute erforscht. Die darauf beruhende Therapiemethode findet Anwendung bei Patienten in jeder Altersgruppe.

Frank Roelandt

Therapieleiter
Tel.: +49 8465 175-66191
Fax.: +49 8465 175-111
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