HELIOS Klinik Kipfenberg

Qualitäts- und Prozessmanagement

In der Arbeitsgruppe Qualitäts- und Prozessmanagement werden neue Erkenntnisse zur optimierten diagnostischen und therapeutischen Versorgung von Patienten in der Neurologischen Rehabilitation entwickelt.

Wichtige Themen sind dabei 

  • die Rolle der Angehörigen im Behandlungsprozess,
  • die Bedeutung der Emotionalität und der Motivation für die Rehabilitation,
  • die Bildung von Indikatoren, die eine Abbildung der Ergebnisse der Rehabilitation erlauben,
  • die Entwicklung des Qualitätsmanagements.

In diesem Rahmen wurden beispielsweise folgende Projekte bearbeitet:

Therapie mit Hilfe von Spielkonsolen

Mehrere physiotherapeutische Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit der Frage, welche therapeutischen Möglichkeiten durch die gebräuchlichen Spielkonsolen wie der Nintendo Wii eröffnet werden. Diese Entwicklung wurde auch in der KLINIK KIPFENBERG aufgenommen. In einer Akzeptanzuntersuchung wurde eine Reihe von Wii-Spielen bei Patienten mit verschiedenen Beeinträchtigungen und aus verschiedenen Altersgruppen systematisch erprobt und im Hinblick auf die Eignung dieses Angebotes und seine Akzeptanz ausgewertet. Die Ergebnisse sind noch nicht veröffentlicht.

Klinikclown in der neurologischen Rehabilitation

Mit diesem Projekt wurde eine Anpassung des in der Pädiatrie beheimateten Konzeptes des Klinikclowns für die besonderen Bedingungen der Neurologischen Rehabilitation vorgenommen. Nach systematischen Vorarbeiten wurde ein Praxiskonzept in einem zweitägigen Workshop mit der Universität Eichstätt-Ingolstadt erarbeitet. Die Anregungen, die von diesem Workshop ausgingen, wurden bereits in Kliniken im Landkreis und in Bad Tölz aufgenommen. Auch in der KLINIK KIPFENBERG wurde das Konzept eingeführt. Das Projekt wurde von der Hannelore Kohl Stiftung gefördert.


Im Rahmen dieser Arbeit sind zwei Diplomarbeiten entstanden.

Unterstützung durch Angehörige während des Aufenthaltes auf der Intensivstation
Mit diesem Projekt wurde der Versuch gemacht, die Qualität und Quantität der Begleitung der Patienten durch die Angehörigen zu erfassen und mit Ergebnissen der Rehabilitation in Zusammenhang zu setzen. Dabei wurde auch das psychologische Klima der Kipfenberger Intensivstation untersucht.

Heese, C./ Geißler, M./ Kovco, J./ Fattler, B./ Schmidt, H.-L.: Die Rolle der sozialen Unterstützung in der neurologischen Frührehabilitation – eine Feldstudie. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.). 16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium. Gesund älter werden – mit Prävention und Rehabilitation.
DVR-Schriften Band 72. WDV: Bad Homburg: 2007, S. 423-424


Effektivität von Teamarbeit

Teamarbeit ist eine aktuelle Arbeitsform, die in der Neurologischen Rehabilitation kaum weg zu denken ist. Durch die Beobachtung von Teamsitzungen wurden objektive Indikatoren für die Optimierung der Teamarbeit entwickelt und erprobt. Diese Indikatoren, die in ein verhaltensdefiniertes ‚Teamprofil’ integriert wurden, stellen eine Ergänzung zu der üblichen Erfassung des Teamklimas mittels Fragebogen dar.

Heese, C./ Stein, M./ Schmidt, H.-L.: Das Kipfenberger Team-Controlling. Ein Instrument der Teamentwicklung und Qualitätssicherung. In: Heese, C., Schmidt, H.-L. & Preger, R. (Hrsg.) Patientenorientierte Versorgung im Team. Eichstätt: BPB, 2003, S. 83-98.

 

 

Prof. Dr. Carl Heese

Qualitätsmanagement
Tel.: 08465 175-142
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