HELIOS Klinik Kipfenberg

Motorik, Neuromodulation und Rehabilitation

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Schwerpunkt I "Motorik, Neuromodulation und Rehabilitation"

Die menschliche Hand ist ein hoch spezialisiertes Greiforgan mit sensiblen und motorischen Eigenschaften. Störungen der sensomotorischen Funktion der Hand sind ein häufiges Symptom bei einer Vielzahl neurologischer Erkrankungen.

Unsere Arbeitsgruppe untersucht die kortikalen Korrelate der Handfunktion und entwickelt neue Methoden zur Diagnostik und hypothesengestützten Therapie von Handfunktionsstörungen nach Schlaganfall und bei Bewegungsstörungen, wie Parkinson-Syndromen, Dystonie, Kleinhirnerkrankungen und Tremor.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Effektivität verschiedener Therapieverfahren zu eruieren, die Verfahren ggf. zu optimieren und individuell an den Patienten anzupassen. Aktuell unterhalten wir verschiedene Studien, die sich sowohl mit apparativen Therapien, als auch mit Man-to-Man Therapien beschäftigen.

Zur Diagnose von Bewegungs- und Funktionsstörungen verwenden wir elektrophysiologische Untersuchungsverfahren, die kinematische Bewegungsanalyse, die Analyse isometrischer Fingerkräfte und funktionelle motorische Untersuchungen (klinische Skalen und Tests). Zur Behandlung von Bewegungs- und Funktionsstörungen kommen u.a. elektrophysiologische Therapieansätze (rTMS, tDCS), therapeutische Behandlungskonzepte, z.B. Bobath-Therapie und apparative Bewegungstherapie, z.B. Ergometertraining zur Anwendung.

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) und die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) sind nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren, die anhaltende Veränderungen der kortikalen Erregbarkeit induzieren können. Durch gezielte Modulation der Erregbarkeit der motorischen Hirnrinde kann die Funktion der betroffenen Hand nach einem Schlaganfall verbessert werden. Die Arbeitsgruppe untersucht, ob nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren effektiv und sicher in der motorischen Rehabilitation von Patienten nach Hirnschädigung genutzt werden können. Es werden verschiedene Stimulationstechniken eingesetzt, wie z.B. die Theta-Burst-Stimulation und die Kombination von rTMS und tDCS.


Schwerpunkt II "Prognose in der Neurologischen Frührehabilitation"

Unsere Arbeitsgruppe untersucht das Krankheitsbild der CIP. Wir nutzen hierbei das komplette Kontingent der uns zur Verfügung stehenden Diagnostik wie z. B. Laborwerte, Schluckuntersuchungen, elektrophysiologische Untersuchungen und insbesondere physio-, ergotherapeutische und logopädische Ansätze.


Schwerpunkt III „Rehabilitation neuropsychologischer Störungen“

Wir untersuchen kognitive Defizite wie Neglekt (Halbseitenvernachlässigung), Gedächtnis – und Orientierungsstörungen. Zur Anwendung kommen die transkraniale Gleichstromstimulation sowie Verfahren der Virtual Reality. Ziel ist es, sowohl die Ursachen einzelner Störungen präziser zu definieren, als auch bestehende Therapieverfahren  entsprechend zu optimieren.

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    • Univ.-Prof. Dr. Joachim Hermsdörfer, Lehrstuhl für Bewegungswissenschaft, Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaft der Technischen Universität München
    • Univ.-Prof. Dr. Georg Kerkhoff, Klinische Neuropsychologie, Universität des Saarlandes
    • Priv.-Doz. Dr. Friedhelm Hummel und Univ.-Prof. Dr. med. Christian Gerloff, Klinik und Poliklinik für Neurologie Hamburg-Eppendorf (Kooperation im NETS-Trial)
    • Univ.-Prof. Geert Verheyden, Department of Rehabilitation Sciences, KU Leuven - University of Leuven, Leuven
    • Plastizität im motorischen System für die Hand nach Schlaganfall
    • Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) in der Rehabilitation des multimodalen Neglects nach Schlaganfall
    • 1Hz repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) über dem primär motorischen Kortex der nicht betroffenen Hemisphäre in Kombination mit funktioneller Elektrotherapie zur Verbesserung der mittelschweren Handfunktionstörung nach Schlaganfall
    • 1Hz rTMS über dem dorsalen prämotorischen Kortex der nicht betroffenen Hemisphäre nach subakutem Schlaganfall in der Rehabilitation von Handfunktionsstörungen nach Schlaganfall
    • Neuroregeneration Enhanced by TDCS in Stroke (NETS, Kooperation mit der Neurologischen Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf

Prof. Dr. Dennis A. Nowak

Ärztlicher Direktor / Chefarzt
Tel.: +49 8465 175-102
Fax.: +49 8465 175-222
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Dr. Jitka Lüdemann-Podubecká

Mitarbeiterin Forschung / Sporttherapeutin
Tel.: +49 8465 175-66131
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Kathrin Bösl

Mitarbeiterin Forschung / Ergotherapeutin
Tel.: +49 8465 175-66131
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Dr. phil. Günter Neumann

Neuropsychologe / Mitarbeiter Forschung
Tel.: +49 8465 175-215
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