HELIOS Klinik Kipfenberg

Gruppe zur Orientierungsförderung im Alltag

Der Weg von der Planung bis hin zur fertigen Tonschale ist ein wichtiger Bestandteil der Orientierungsförderung.

Das Konzept zur Orientierungsförderung im Alltag basiert auf Erkenntnissen der Neuropädagogik. Die Ziele folgen den Zielsetzungen der Rehabilitation, nach verbesserter Lebensqualität, mehr Selbständigkeit oder der Entwicklung hilfreicher Kompensationsstrategien.



Ziele der GOFA

  • Orientierung- und Gedächtnisförderung
  • Förderung der sozialen Kompetenz
  • Förderung der Selbständigkeit im Alltag


Orientierungs- und Gedächtnisförderung

Eine Verbesserung der Orientierungsleistung setzt grundlegende Fähigkeiten im Bereich des Gedächtnisses voraus. Die Verbesserung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses, der Aufmerksamkeit und der Konzentration sind wesentliche Ziele der Therapie.

Förderung der sozialen Kompetenz

Die Gruppe zur Orientierungsförderung im Alltag setzt sich zusammen aus vier Patienten und zwei Therapeuten. In dieser Kleingruppe können unsere Patienten gelernte Strategien miteinander erproben und stabilisieren. Sie geben sich gegenseitig Rückmeldungen und helfen sich bei der Lösung eines Problems. Dadurch verbessert sich die Wahrnehmung der persönlichen Stärken und Schwächen.

Besonders das Erkennen und Erlernen wichtiger Regeln des täglichen Miteinanders lässt sich in der Kleingruppe gut trainieren. Wer spricht gerade, oder wie kann ich den anderen meine eigenen Wünsche am besten mitteilen? Fragen wie diese können noch in der Interaktion beantwortet werden.

Förderung der Selbständigkeit im Alltag

In der Therapie sollen unsere Patienten lernen für alltägliche Handlungen einen Handlungsplan zu entwickeln. Dazu gehört das Einüben alltäglicher Tätigkeiten wie Tisch decken oder Kochen. In vielen Fällen müssen solche Handgriffe mit der Unterstützung der Therapeuten häufig wiederholt werden, damit der Patient sie wieder selbständig ausführen kann. Für den Patienten und seine Angehörigen bedeutet Selbständigkeit einen wichtigen Schritt zurück ins Leben.

Therapie im interdisziplinärem Team

Die GOFA ist der Ergotherapie angegliedert und arbeitet mit der Neuropsychologischen Abteilung zusammen. Sie richtet sich an Patienten mit Orientierungsstörungen jeder Art. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Therapie von neuropsychologischen Störungen, insbesondere in Fragen der Krankheitseinsicht und -verarbeitung, bei geminderter Konzentrationsfähigkeit sowie Störungen des Gedächtnisses. Durch intensive Kleingruppenarbeit von täglich drei Stunden sollen wichtige Fähigkeiten in den jeweiligen Störungsfeldern verbessert werden. Die Gruppe ist teilweise selbstversorgend und schafft so den Sprung zurück in das gesellschaftliche Leben.

In einer wöchentlich stattfindenden Besprechung wird die Therapie zwischen den Mitarbeitern der GOFA, den Psychotherapeuten und der ärztlichen Begleitung abgestimmt. Unsere GOFA-Therapeuten nehmen darüber hinaus an den interdisziplinären Besprechungen teil, so dass auch hier der Austausch mit dem gesamten Therapieteam der Klinik Kipfenberg gewährleistet ist.



Über uns