HELIOS Klinikum Hildesheim

Schulter - Endoprothese

Wie bei jedem Gelenkersatz geht es auch beim künstlichen Schultergelenk darum, für Schmerzfreiheit und damit für die vollständige Beweglichkeit zu sorgen. Die Vollprothese besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: dem Kugelkopf mit Prothesenstift, der in den Röhrenknochen eingelassen wird, und der Gelenkpfanne, die aus einem speziellen Plastikmaterial besteht. Je nach Ausdehnung der Arthrose wird nur die Oberarmkugel durch einen künstlichen Kugelkopf ersetzt oder das gesamte Gelenk inkl. Gelenkpfanne. Die Größe der Prothese wird vor dem Eingriff ausgemessen, kann aber noch während der Operation in den Einzelteilen aufeinander abstimmt werden. Wichtig bei der Operation ist, dass die Muskeln, die über das Gelenk laufen, weiter ihre Funktion ausüben können, wenn notwendig durch Rekonstruktion. Wenn dies nicht mehr möglich ist, müssen die größeren, äußeren Schultermuskeln diese Funktion übernehmen, eine Methode, die jedoch nicht die Anforderungen unserer Operateure erfüllt.
Mit neuen Prothesenmodellen, bei denen der Gelenkkopf auf der Pfannenseite und die Gelenkschale auf der Schaftseite liegt, lassen sich wesentlich bessere Ergebnisse erzielen. Die Beweglichkeit ist in höherem Maße wieder hergestellt, Schmerzen werden noch weiter eingedämmt. Wenn man bedenkt, wie kompliziert die Bewegungen sind, die das Schultergelenk gerade auch unseren Händen ermöglichen muss, dann ist die Entwicklung der Prothesen und der Operationstechnik auch hier weit fortgeschritten. Trotzdem hat es sich unser Team zur Aufgabe gemacht, die chirurgischen Möglichkeiten im Bereich des Schultergelenks auszuweiten und zu verbessern.

Vor dem Eingriff informiert Sie Ihr zukünftiger Operateur über alles, was Sie wissen möchten und bespricht mit Ihnen, welches künstliche Gelenk geeignet ist, welches Narkoseverfahren (Vollnarkose oder Lokalanästhesie). Ihr Aufenthalt bei uns beginnt einen Tag vor dem Eingriff und endet zwei Wochen später. Für eine schnelle Rückkehr in Ihr normales Leben ist es wichtig, zügig mit der Mobilisation zu beginnen. Dafür stehen Ihnen kompetente Physiotherapeuten zur Seite, die Ihnen auch mal den nötigen Kick geben, wenn Ihre Motivation nachlassen sollte. Ein stationärer Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik ist bei operativen Eingriffen an den oberen Extremitäten im allgemeinen nicht nötig. Über den weiteren Umgang mit dem neuen Gelenk beraten wir Sie gern.

Endoprothetikzentrum

Prof. Dr. med. Burkhard Wippermann

Chefarzt der Klinik für Unfall- und orthopädische Chirurgie
Tel.: (05121) 894–2202
Fax.: (05121) 894–2205
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Claudia Maaz

Sekretariat
Tel.: (05121) 894–2202
Fax.: (05121) 894–2205
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