HELIOS Klinikum Hildesheim

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Die Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie versteht sich als Dienstleister insbesondere für die operativen Fachabteilungen des Hauses. Zusätzlich werden aber auch diverse, teilweise organisatorische Aufgaben mit übernommen: Hierzu zählen die Anästhesie-Koordination im OP, Bettenmanagement auf den Intensivstationen, Reanimation, Notfallversorgung, Akutschmerzdienst, Narkose in den diagnostischen Bereichen oder für Interventionen, konsiliarische Anlage von zentralvenösen Kathetern oder Schmerzkathetern, Geburtserleichterung im Kreissaal u.v.a.m.

 

 

Anästhesiologie

Im Jahr werden von unseren mehr als 40 ärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwa 11.000 Anästhesien, davon mehr als 10 % Regionalanästhesien, durchgeführt. Der Zentral-OP umfasst insgesamt 10 OP-Säle mit 4 separaten Einleitungsplätzen in der Zentralen Einleitung. Es kommen alle gängigen Verfahren der Allgemeinanästhesie, der Regionalanästhesie, der Analgosedierung (Schmerzdämpfung und Beruhigung) oder Stand by zur Anwendung. Rückenmarksnahe Kathetertechniken (Periduralanästhesie) gewährleisten in der Geburtshilfe, aber auch bei großen Bauch- und Thoraxeingriffen eine langanhaltende Schmerzlinderung und tragen zur schmerzarmen Geburt bzw. zur stress- und schmerzarmen postoperativen Phase bei.


Die Patientensicherheit wird durch ein umfangreiches Angebot an invasiven und nicht-invasiven Messtechniken und Monitoringverfahren gewährleistet. Besonders hervorzuheben sind das Neuromonitoring mittels somato-sensorisch und akustisch-evozierten Potentialen (damit werden Störungen und/oder Schädigungen der Nervenleitungsbahnen und des Gehirns frühzeitig bemerkt und vermieden), ultraschallgesteuerte Punktionen von großen Gefäßen, die transösophageale Echokardiografie zur Herz- und Kreislaufüberwachung von Risikopatienten und die Narkosetiefenmessung.

 
Das auch unter dem Schlagwort „Narkose nach Maß“ bekannt gewordene Verfahren zur Narkosetiefenmessung der Firma Narcotrend steht bei uns in allen Sälen zur Verfügung. Hiermit kann die Narkosetiefe individuell und „punktgenau“ gesteuert werden. Wir benötigen hierfür lediglich den freien Zugang zur Stirn des Patienten, da hier die drei erforderlichen Klebeelektroden platziert werden müssen. Diese Überwachungsmethode wird bei uns großzügig – vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern, in der Gynäkologie oder bei älteren Patienten ab 60 Jahren angewendet. Wenn bei Ihnen eine Vollnarkose geplant ist und Sie gerne mit diesem Verfahren überwacht werden möchten, sprechen Sie uns am besten während des Narkoseaufklärungsgespräches in der Prämedikationsambulanz darauf an.

 
Die Protokollierung der Narkose und die Datenverarbeitung erfolgt in unserem Haus vollelektronisch mit einem Patienten-Daten-Management-System (PDMS) inkl. der Erfassung und Auswertung von unvorhergesehenen Ereignissen AVBs.


Anästhesie-Ambulanz: In der Anästhesie-Ambulanz haben Sie als Patient in der Regel das erste Mal Kontakt zu einem Anästhesisten. Hier werden die zu operierenden Patienten auf ihren Gesundheitszustand und das Anästhesie- und Operationsrisiko hin untersucht und entsprechend aufgeklärt. Wir informieren Sie hier über unterschiedliche Möglichkeiten der Schmerzausschaltung vor einem operativen Eingriff, erörtern die Vor- und Nachteile einer Vollnarkose bzw. Regionalanästhesie und besprechen auch die Möglichkeiten und Grenzen einer postoperativen Schmerztherapie.


Es ist hilfreich, wenn Sie alle zur Verfügung stehenden Arztbriefe und Untersuchungsbefunde zum diesem Gespräch mitbringen. Wichtig sind insbesondere auch Allergie- und Schrittmacherpässe.

 

 

Intensivmedizin

In unseren Intensivbereichen werden auf bis zu 23 Betten schwerstkranke Patienten behandelt, vorwiegend nach z.B. großen Operationen, schweren Verletzungen oder Gehirnblutungen.


Von hochmotivierten und speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften werden nahezu sämtliche Techniken der modernen Intensivmedizin angewendet (künstliche Beatmung, PICCO-Technologie, Ultraschall, Echokardiografie, Dialyse, pECLA, Neuromonitoring u. s. w.).
Wir fühlen uns den intensivmedizinischen Qualitätsindikatoren der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) verpflichtet und richten unsere klinischen Prozesse danach aus.


Der regelmäßige Austausch mit den Angehörigen unserer Patienten ist uns sehr wichtig. Gerade intensivmedizinische Patienten brauchen eine vertraute Atmosphäre, wie z. B. ein Bild, Foto oder auch Musik. Scheuen Sie sich nicht, mit uns darüber zu sprechen.

 

 

Notfallmedizin

Wir führen die innerklinische Reanimation durch, besetzen das Notarzt-Einsatz-Fahrzeug (NEF) an 10 Tagen im Monat, nehmen die Funktionen des leitenden Notarztes in Stadt und Landkreis Hildesheim wahr und stehen für Einsätze des Rettungszuges der Deutschen Bahn bereit

 

 

Schmerztherapie

Im Mittelpunkt unserer Akutschmerztherapie steht eine möglichst schmerzarme perioperative Phase! Denn neben dem subjektiven Wohlbefinden ermöglicht eine gute Schmerztherapie eine rasche postoperative Mobilisation und liefert damit einen entscheidenden Beitrag zu einer schnellen Genesung sowie der Vermeidung perioperativer Komplikationen wie Thrombosen oder Lungenentzündungen.


Die Schmerztherapie im Zusammenhang mit einem operativen Eingriff erfolgt in unserer Klinik interdisziplinär. Sollten unsere sich ständig in Weiterentwicklung befindlichen Schmerzstandards einmal nicht ausreichend sein oder kommen in der perioperativen Schmerztherapie Schmerzkatheterverfahren zur Anwendung, so erfolgt die Mitbetreuung durch unseren Akut-Schmerz-Dienst (ASD).


Unser Akutschmerzdienst setzt sich aus ärztlichen und besonders fortgebildeten pflegerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilung für Anästhesiologie zusammen. Er visitiert und betreut grundsätzlich Patienten aller operativen Fachabteilungen in der perioperativen Phase. Im Fokus unserer Begleitung stehen dabei diejenigen Patientinnen und Patienten, die postoperativ eine moderne anästhesiologische Schmerztherapie, wie z. B. einen rückenmarksnahen oder peripheren Schmerzkatheter oder eine patientenkontrollierte intravenöse Analgesie (PCIA) erhalten haben. Diese Patientinnen und Patienten visitieren wir mindestens zweimal täglich mit dem Ziel der medikamentösen und nichtmedikamentösen Optimierung der Schmerztherapie. Neben den Regelvisiten besteht bei Problemen jederzeit die Möglichkeit den ASD hinzu zu ziehen.


Unsere Klinik nimmt an dem multizentrischen, interdisziplinären Benchmark-Projekt QUIPS (Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie) teil. QUIPS steht für Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie. Ziel ist die Verbesserung der Ergebnisqualität in der postoperativen Schmerztherapie durch eine standardisierte Erhebung weniger Qualitätsindikatoren, ihre Analyse und deren anonymisierten Vergleich mit anderen teilnehmenden Kliniken.

 
Die entscheidende Grundlage von QUIPS besteht in der Befragung der Patienten ein bis zwei Tage nach einem operativen Eingriff. Wie hoch ist das Schmerzniveau, besteht der Wunsch nach mehr Schmerzmitteln, gibt es Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Erbrechen, klappt es mit der Mobilisierung?

 
Durch die Auswertung dieser Daten und den Vergleich mit anderen Kliniken, können wir stetig an der Optimierung unserer Schmerztherapie arbeiten. Hierdurch haben wir in der Akutschmerztherapie einen standardisierten, kontinuierlichen Verbesserungsprozess initiiert, von dem dann wiederum auch Sie als unsere Patienten profitieren.

 
Dieses Gesamtkonzept ermöglicht die Durchführung modernster chirurgischer Behandlungen und hilft den gefürchteten postoperativen Schmerz weitestgehend aus zu schalten, sowie der Entstehung chronischer postoperativer Schmerzen vor zu beugen.


Schmerzklinik


In der Schmerzklinik mit 16 Betten werden Patienten mit chronischen Schmerzen einer multimodalen Schmerztherapie unterzogen. Die Behandlung erfolgt interdisziplinär durch Schmerztherapeuten, einer Pain Nurse (speziell ausgebildete Krankenschwester), Psycho-, Physio-, Ergo-, Kunst- und Musiktherapeuten. Die Aufnahme erfolgt nach vorstationärer Vorstellung und einem 1-tägigen stationären Assessment. Weitere Informationen finden Sie hier

 

 

So erreichen Sie uns

Prof. Dr. med. Wilhelm Alexander Osthaus

Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Tel.: (05121) 894–3302
Fax.: (05121) 894–3305
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Heidi Schmidt

Sekretariat
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