HELIOS Gesundheitszentrum Berlin-Hellersdorf

Hördiagnostik und Hörgeräteverordnung

Wir führen die Hörprüfung im Frequenzbereich von 125 Hz bis 10 kHz durch sowie bei Bedarf auch die Sprachaudiometrie. Objektive Hörmessungen mittels sogenannter otoakustischer Emissionen (mit empfindlichen Sonden im Gehörgang messbarer Schall, der von den äußeren Haarsinneszellen im Innenohr ausgesendet wird) und der Reflexaudiometrie können ergänzend notwendig sein.

 

Sollten Hörgeräte verordnet werden, beraten wir Sie vor dem Gang zum Akustiker und überprüfen die Qualität der Anpassung vor der Endabnahme.

Tinnitusberatung

Da viele Patienten mit akutem oder chronischem Tinnitus gleichzeitig auch eine Hörstörung haben, wird als Grundlage der Beratung immer ein Hörtest mit Tinnitusbestimmung und –verdeckung durchgeführt. Ergänzende Untersuchungen (BERA, MRT des Kopfes, neurologische und orthopädische Untersuchung) können von hier aus veranlasst werden.


Eine medikamentöse Behandlung ist in den ersten Wochen nach Auftreten des Tinnitus möglich. Danach richtet sich die Behandlung des Tinnitus am Leidensdruck des Patienten und der begleitenden Hörstörung aus. Auch eine Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) kann begleitend zum Tinnitus oder als eigenständiges Beschwerdebild auftreten.


Mögliche Therapieformen bei chronischem Tinnitus und Hyperakusis schließen die Verordnung von Hörgeräten, Tinnitus-Noisern und Kombinationsgeräten ein sowie die Anleitung zur Hörtherapie und zum Erlernen eines Entspannungsverfahrens.

Neugeborenen-Hörscreening

Falls das Neugeborenen-Hörscreening im Rahmen der Entbindung nicht durchgeführt werden konnte, kann das Erst-Hörscreening hier erfolgen. Auch bei diesem Test werden die otoakustischen Emissionen (siehe Hördiagnostik) gemessen. Dafür ist es notwendig, dass Ihr Kind ruhig ist. Am besten klappt die Messung nach dem Stillen, wenn das Kind schläft. Planen Sie den Termin entsprechend mit unserem Praxisteam. Bei Bedarf erfolgt die Überweisung an ein Kinderhörzentrum zum sicheren Ausschluss einer Schwerhörigkeit.

Untersuchung von Kindern

Spezielle hno-fachärztliche Fragestellungen bei Kindern werden hier behandelt. Kinder mit Heuschnupfen (allergische Rhinokonjunktivitis) werden ebenfalls therapiert, wenn sie mindestens 12 Jahre alt sind, kein Asthma oder sonstigen schwerwiegenden Grunderkrankungen haben. Eine erwachsene Begleitperson sollte auch bei Jugendlichen zumindest bei der Erstvorstellung anwesend sein.

Gleichgewichtsprüfung

Nach der genauen Erhebung der Schwindelbeschwerden wird zunächst eine klinische Prüfung des vestibulären Systems durchgeführt. Dadurch können bereits die meisten sowohl vom Innenohr als auch vom Gehirn ausgehenden Schwindelursachen näher eingegrenzt werden. Weiterführende Untersuchungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr werden je nach erhobenem Befund veranlasst. Bei Verdacht auf zentrale oder kardiologische Ursachen des Schwindels erfolgt die Überweisung an den jeweiligen Facharzt sowie ggf. auch die Empfehlung für ein Kernspintomogramm (MRT) des Kopfes.

Ultraschall der Halsweichteile

Mit dem Ultraschall können fast alle Regionen des Halses sehr gut, schnell und für den Patienten angenehm (keine Strahlenbelastung, keine „Röhre“) untersucht werden. Schwellungen der Lymphdrüsen, der Speicheldrüsen, viele gut- und bösartige Tumore der Halsweichteile sowie entzündliche Erkrankungen können mit dem Ultraschall allein oft sicher diagnostiziert werden. Bei bestimmten Krankheitsbildern muss im Anschluss jedoch trotzdem eine Computertomographie oder eine Kernspinuntersuchung (MRT) veranlasst werden.


Im Rahmen der Tumornachsorge von HNO-Patienten werden sonographisch die Lymphdrüsenstationen am Hals abgesucht, um eventuell auftretende Absiedlungen (Metastasen) rechtzeitig zu entdecken.


Die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse gehört ebenfalls zum Leistungsspektrum. Bei auffälligen Befunden erfolgt die Überweisung an einen Facharzt für Nuklearmedizin.

Allergiesprechstunde

Bei Patienten mit Heuschnupfen (allergische Rhinokonjunktivitis) führen wir sowohl Allergietests als auch die Hyposensibilisierungstherapie durch, sofern noch kein Asthma bronchiale vorliegt. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an einen allergologisch tätigen Lungenfacharzt.

Endoskopie der Nase und des Kehlkopfes

Es stehen alle Endoskope zur Beurteilung der Nase, des Nasenrachens und des Kehlkopfes zur Verfügung. Diese Untersuchungen sind schmerzlos und werden gezielt bei bestimmten Fragestellungen eingesetzt.

Flexible Endoskopie des Rachens

Bei Patienten mit starkem Würgereiz, bei denen die Untersuchung des Kehlkopfes nicht möglich ist, oder bei der Beurteilung des Schluckaktes, z.B. bei Schlaganfallspatienten mit wiederholten Aspirationen, wird ein dünnes (3mm), flexibles Endoskop verwendet, welches nach Betäubung mit einem Spray durch die Nase eingeführt wird. Die Untersuchung dauert ca. 2 Minuten.

Diagnostik von Schnarch- und Atemstörungen

Nicht wenige Patienten bzw. deren Angehörige leiden unter nächtlichen Schnarchgeräuschen und/oder begleitenden Atemaussetzern. Übersteigen solche Atemausetzer (Apnoen) eine bestimmte Anzahl pro Stunde, so dass wiederholt die Sauerstoffsättigung im Blut absinkt und der Schlafrhythmus durcheinander gerät, dann belastet dies auf Dauer das Herz-Kreislaufsystem. Das Krankheitsbild wird als obstruktives Schlafapnoesyndrom bezeichnet.
Nach einer vollständigen hno-ärztlichen Untersuchung und genauer Erhebung der Schlafbeschwerden erfolgt eine Beratung hinsichtlich notwendiger diagnostischer Schritte und dann möglicher Therapieverfahren. In vielen Fällen erfolgt die Durchführung eines ambulanten Schlafscreenings über unsere Praxis. Ist dieses auffällig, dann übernachtet der Patient ein bis zwei Nächte in einem auswärtigen Schlaflabor zu genaueren Diagnostik. Manchmal wird das Tragen einer Atemmaske für den Schlaf verordnet. Auch hier sollte vor Beginn einer solchen CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure) eine hno-ärztliche Untersuchung stattgefunden haben, denn die über der Nase sitzende Atemmaske wird nur bei ausreichend guter Nasenatmung toleriert.

Psychosomatische Grundversorgung

Viele körperliche Beschwerden werden nicht allein durch akute oder chronische Erkrankungen der Organe verursacht, sondern durch Stress oder seelische Probleme. Oft spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Ein typisches Beispiel in der Allgemeinmedizin sind chronische Rückenschmerzen und Verspannungen der Muskulatur. Auch im Bereich der HNO-Heilkunde stehen Beschwerden nicht selten im Zusammenhang mit privaten oder beruflichen Belastungssituationen oder mit unbewussten Ängsten. Stresshormone können im ganzen Körper zu vielfältigen Symptomen und Beschwerden führen und häufig ist dem Patienten dies gar nicht bewusst. Bevor jedoch der V.a. auf eine sogenannte pyschosomatische Erkrankung gestellt wird, ist immer eine gründliche körperliche Untersuchung und Befragung des Patienten notwendig, damit auffällige körperliche (= somatische) Befunde erkannt und entsprechend therapiert werden. In vielen Fällen erfordert dies eine enge Zusammenarbeit mit den ärztlichen Kollegen, vor allem mit dem behandelnden Hausarzt. Gerne beraten wir bei psychosomatischen Krankheitsbildern, die sich im hno-ärztlichen Bereich ergeben können (bestimmte Schwindelformen, Fremdkörpergefühl im Hals, Tinnitus), über Therapiemöglichkeiten.

Tauchmedizinische Untersuchung

In Kooperation mit den Kollegen der Kardiologie führen wir in unserem MVZ auch tauchmedizinische Untersuchungen durch. Diese können nicht zulasten der gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden, sondern sind als Selbstzahler-Leistung zu erbringen.

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Telefon: (030) 55 49 05 32
Telefax: (030) 94 39 50 90
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Dr. med. Susanne Stetter

Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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