Eine periphere Nervenkompression kann vielfältige Ursachen haben, häufig sind bestimmte Überbelastungen im täglichen Leben wie das ständige Aufstützen des Ellenbogens auf harte Unterlagen bestimmte andauernde Arbeitshaltungen, langes Aufstützen auf Fahrradlenker, langes Sitzen mit überschlagenen Beinen und viele andere. Die Symptome sind fortgeleitete Schmerzen, Taubheits- oder Kribbelgefühle und im schlimmeren Fall Lähmungen. Die häufigsten Nervenkompressionssyndrome sind das Karpaltunnelsyndrom im Handgelenkbereich und das sogenannte Kubitaltunnelsyndrom oder Ulnarisrinnensyndrom im Ellenbogenbereich. Ähnliche Symptome gibt es auch am Kniegelenkbereich (Peroneusparese) und Fußgelenkbereich (Tarsaltunnelsyndrom) sowie in der Leistenregion (Meralgia parästhetika) und anderen Regionen. Die Therapie ist meist konservativ, unter anderem zwischenzeitliche lockere Schienungen des betreffenden Gelenks zur Nacht und Änderungen bestimmter Tätigkeiten, um unbewusste Überlastungen zu vermeiden. Bei Therapieresistenz ist die mikrochirurgische Dekompression des betreffenden Nervs indiziert.