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Degenerative Instabilität und Wirbelgleiten der Lendenwirbelsäule

Röntgenbild: Degenerative Instabilität und Wirbelgleiten (Spondylolisthesis)mit konsekutiver Wirbelkanalstenose (Einengung) in den Höhen LWK 3 /4 und 4/5

Eine degenerative Instabilität der Lendenwirbelsäule kommt letztendlich durch eine Bandscheibendegeneration („Verschleiß“) zustande, in deren Gefolge es zur Wirbelgelenkinstabilität mit sekundären knöchernen Gelenkanbauten, Bandverdickungen und Wirbelgleiten kommen kann. Alle Faktoren führen zur Wirbelkanal- und Nervenaustrittskanal-Einengung (Stenose) mit belastungsabhängigen ausstrahlenden Schmerzen und/oder Missempfindungen oder Lähmungen in den Beinen, die Instabilität selbst führt zu Rückenschmerzen, die auch oft in Ruhe vorhanden sind. Bei einem solchen Bild reicht eine alleinige dekomprimierende Operation (s.o.) nicht aus, sondern es muss auch zusätzlich mit einem Schrauben-Stabsystem stabilisiert werden. Zu einer sicheren Stabilisierung gehört auch eine knöcherne Durchbauung des Segments (knöcherne Fusion), weshalb nach Möglichkeit die Bandscheibe entfernt und mit einem Cage und Knochen (erhalten aus dem ohnehin zu entfernenden Wirbelhalbbogen) ersetzt werden muss. Ein Wirbelgleiten kann durch entsprechende „Reposition“ der Wirbel wieder rückgängig gemacht werden.   

 

Ein Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) ohne nennenswerte degenerative, also verschleißbedingte Veränderungen kann es auch bei jüngeren Menschen geben mit ähnlicher Symptomatik, hier gelten im Wesentlichen die gleichen operativen Kriterien.

Röntgenbild: Zustand nach Dekompression, Aufrichtung, Stabilisierung mit Schrauben-Stab-System und Fusionierung mit Cages einschließlich Knochen