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Gelenkersatz bei Arthrose und schwerem Sehnenschaden

Anatomical invers Firma Zimmer in Schemazeichnung und Röntgenbild

Besteht neben der Omarthrose eine ausgedehnte Schädigung der Rotatorenmanschette, so dass die Bewegung des Arms nur noch eingeschränkt möglich ist, kann eine spezielle Endoprothese erforderlich sein.

 

Dieses Implantat ist für die Gelenkbewegung nicht auf die Rotatorenmanschette angewiesen und wird inverse (umgekehrte) Endoprothese bezeichnet. Der Prothesenkopf wird, anders als bei den herkömmlichen Schultertotalendoprothesen, an der Gelenkpfanne verankert.

 

Das biomechanische Prinzip der inversen Endoprothese bestehtin der Vordehnung des oberflächlichen Deltamuskels, der so mehr Kraft bei der Abspreizung des Arms entwickeln kann. Die fehlende Kraftentwicklung der geschädigten Rotatorenmanschette kann ausgeglichen und der Arm trotzdem angehoben werden.

 

Die Verankerung des Endoprothesenkopfes in der Gelenkpfanne erfolgt zementfrei mit Hilfe von Schrauben. Im Oberarm wird die Endoprothese meistens mit Knochenzement verankert. Im oberen Teil der Oberarmendoprothese wird eine Gleitschale aus Polyethylen eingelegt, die dann um den Kopf gleiten kann.

 

Die inverse Endoprothese wird meist bei Patienten ab dem 65. Lebensjahr eingesetzt. Voraussetzung ist eine unversehrte Deltamuskulatur und eine gute Knochensubstanz zur stabilen Verankerung des Endoprothesenkopfes in der Schulterpfanne.